7. November 2019 22:12

Sport

0:3-Niederlage des WAC gegen Basaksehir in Europa League

Der Aufstieg in die K.o.-Phase der Fußball-Europa-League ist für Gruppenphasen-Debütant WAC in weite Ferne gerückt. Zwei Wochen nach der 0:1-Niederlage gegen Istanbul Basaksehir am Bosporus mussten sich die Kärntner den Türken auch im Heimspiel in Graz geschlagen geben, unterlagen in einer langen offenen Partie schließlich klar mit 0:3 (0:0).

Vorentscheidend war ein Strafaumfoul Nemanja Rnics in der 73. Minute. Der Innenverteidiger sah Gelb-Rot, Edin Visca brachte die Gäste vom "Punkt" in Führung. Im Finish schlug dann noch zweimal Enzo Crivelli (84., 87.) zu. Mit 4 Punkten liegt der WAC nun am Ende der Gruppe J, Basaksehir führt mit 7 Zählern vor Borussia Mönchengladbach und der AS Roma (je 5). Gladbach ist am 28. November in Graz zu Gast. Abgeschlossen wird das WAC-Programm am 12. Dezember in Rom.

Die Türken, die auf die verletzten Stammkicker Irfan Kahveci und Mahmut Tekdemir verzichten mussten, erwischten vor 5.286 Zuschauern - darunter 21 im Auswärtssektor - den etwas besseren Beginn und wurden vor allem über Umschaltaktionen gefährlich. In der sechsten Minute vergab Ex-Salzburger Fredrik Gulbrandsen nach einem Konter eine gute Chance, zielte aber knapp am Tor des WAC vorbei. Nach einer Viertelstunde war es erneut der Norweger, der im Sechzehner aus der Drehung über den Kasten schoss (15.). Wenig später war es Goalie Alexander Kofler, der einen Versuch von Berkay Özcan mit den Fingerspitzen über seinen Kasten lenkte (19.).

Doch die Hausherren, die zu Beginn ihr gewohntes Pressing nicht anbringen konnten, kämpften sich mit Fortdauer besser in die Partie hinein und hatten in der 36. Minute auch die gefährlichste Aktion der ersten Hälfte: Marcel Ritzmaier traf nach Zuspiel von Anderson Niangbo aus gut 14 Metern aber nur die Latte. Zuvor bzw. danach wurde Tormann Mert Günok von Michael Liendl (11.) und Niangbo (42.) geprüft, hatte jeweils aber keine Probleme.

Das Geschehen blieb nach Seitenwechsel ausgeglichen, die erste Topchance verzeichnete Basaksehir: Gulbrandsen stürmte alleine auf Kofler zu, scheiterte aber mit seinem etwas zu lässig angetragenen Heber am Schlussmann der Kärntner (54.). Nur wenig später - und einer kurzen Unterbrechung nach harter Attacke Gael Clichys an Michael Sollbauer, der aber weiterspielen konnte - antwortete der WAC, Liendls Schuss aus guter Position riss aber ab (59.).

Die Entscheidung brachte schließlich eine Wrestlingeinlage von WAC-Innenverteidiger Rnic, der Martin Skrtel bei einem Freistoß im Strafraum klammerte und zu Fall brachte. Was folgte, war nicht nur Gelb-Rot, sondern auch ein von Visca sicher verwerteter Elfer. Die "Wölfe" drängten in der Folge zwar auf den Ausgleich, fingen sich schließlich aber noch das 0:2 nach einer langen Ballstafette der Gäste durch Crivelli ein und kassierten im Finish durch den Franzosen auch noch das 0:3.

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