12. Januar 2020 09:18

Politik

23 Migranten bei Bootsunglücken im Mittelmeer gestorben

23 Migranten sind am Samstag bei Schiffsunglücken im Ägäischen und im Ionischen Meer ums Leben gekommen. Weitere 60 Menschen wurden gerettet und nach Libyen zurückgeführt. Das Boot der Migranten sei vor der türkischen Küstenstadt Cesme gekentert, nahe der griechischen Insel Chios. Der Papst sprach indes von den Leiden der Migranten, die ihre Heimat verlassen müssen.

Bei einem Schiffsunglück in der Ägäis vor der türkischen Westküste sind elf Menschen ums Leben gekommen, darunter acht Kinder. Weitere acht seien gerettet worden, teilte die türkische Küstenwache am Samstag mit. An der Rettung waren drei Schiffe und ein Hubschrauber beteiligt.

Zuvor waren mindestens zwölf Migranten bei einem Schiffbruch vor der griechischen Insel Paxi ums Leben gekommen. An Bord des Schiffes befanden sich circa 50 Personen, die offenbar Italien erreichen wollten, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA. Die griechische Küstenwache suchte nach weiteren Vermissten.

60 Migranten, die vor Libyen von einem Frachtschiff gerettet wurden, weigerten sich, in Tripols auszusteigen. Sie wurden jedoch dann von der libyschen Küstenwache zum Ausstieg gezwungen und in eine Flüchtlingseinrichtung untergebracht. Die Internationale Migrantenorganisation IOM bemängelte, dass Tripolis nicht als "sicherer Hafen" für die Migrantenrückführung betrachtet werden könne.

Der Papst befasste sich am Samstag erneut mit dem Thema Migration. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Äthiopischen Kollegs im Vatikan empfing Franziskus die Gemeinschaft der Bildungseinrichtung. Unter den Gästen waren auch der äthiopische Kardinal Berhaneyesus Souraphiel aus Addis Abeba sowie der eritreische Erzbischof Menghesteab Tesfamariam aus Asmara. Franziskus sprach von den riesigen Leiden, die Migranten beim Verlassen ihrer Heimat erdulden müssen. Er dankte all jenen, die sich für die Integration von Migranten einsetzen.

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