27. Januar 2020 13:36

Politik

30 Demonstranten bei Polizei-Einsatz in Bulgarien verletzt

Bei regierungskritischen Protesten in Bulgarien sind 30 Demonstranten bei einem Polizeieinsatz mit Pfefferspray verletzt worden. Sie wurden am Montag am Ort der Kundgebung, dem Regionalministerium in Sofia, medizinisch versorgt. Auch zwei Polizisten wurden nach Angaben des Innenministeriums bei den Zusammenstößen verletzt.

Die Demonstranten forderten den Rücktritt der Regierung wegen Problemen bei der Wasserversorgung. Als sie in das Regionalministerium eindringen wollten, wurden sie von der Polizei mit Pfefferspray aufgehalten. Der Protest wurde später vor dem Regierungssitz verlagert. Es entstand ein Verkehrschaos.

Das Parlament in Sofia soll an diesem Mittwoch über einen Misstrauensantrag der oppositionellen Sozialisten gegen die konservativ-nationalistische Regierung von Ministerpräsident Boiko Borissow abstimmen. Mit einem "Scheitern der Regierung bei der Wasserversorgung und bei der Umweltpolitik" begründen die Sozialisten ihren vierten Vorstoß seit dem Amtsantritt des Koalitionskabinetts im Mai 2017.

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