29. November 2019 05:00

Sport

49er bei WM um dritten Olympia-Quotenplatz für Österreich

Was Tanja Frank/Lorena Abicht in der 49er-FX-Klasse und Thomas Zajac/Barbara Matz im Nacra 17 Foiling bereits geschafft haben, wollen Benjamin Bildstein/David Hussl kommende Woche im 49er bewerkstelligen: einen Quotenplatz für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio erobern. Diese drei Segel-Bootsklassen bestreiten von Dienstag bis Sonntag vor Auckland (Neuseeland) ihre Weltmeisterschaften.

Bildstein/Hussl, WM-Bronzemedaillengewinner von 2017, stimmten sich im Revier der Welttitelkämpfe mit dem Gewinn der Ozeanienmeisterschaft auf die Aufgabe ein. "Die WM startet wieder bei null und wir müssen voll abliefern, um das Olympia-Ticket zu lösen. Durch diesen Erfolg strotzen wir natürlich vor Selbstvertrauen", gab sich Vorschoter Hussl vor dem Saisonhöhepunkt zuversichtlich. "Für uns wird es wichtig sein, mit derselben Lockerheit in die WM zu gehen. Wir vertrauen in unser Können und werden an unsere Leistung anknüpfen."

Steuermann Bildstein erklärte, dass man "startbereit" sei. "Es wird eine schwierige Woche werden, wir sind aber sehr zuversichtlich, ein Olympia-Ticket zu ergattern." Acht Fahrkarten gingen bereits bei der WM 2018 weg, vier sind dieses Mal zu haben, danach ist für Europa nur noch ein Startplatz offen.

Auch Zajac/Matz beteiligten sich an der Ozeanienmeisterschaft und wurden Dritte. "Es ist überraschend gut gegangen, schön zu sehen, dass wir vorne mit dabei sind. Aber das ist mit Vorsicht zu genießen, auch wenn alle mitgefahren sind. Wir haben jeden Tag die Foils getauscht, aber ich nehme an, die anderen haben auch herumgetestet", sagte Zajac zur APA. Für das Duo war es die erste Regatta seit dem Gewinn der Kieler Woche im Juni. Die Olympia-Testregatta in Enoshima Mitte August musten sie nach einem in der ersten Wettfahrt erlittenen Innenbandeinriss im Knie des Steuermanns vorzeitig beenden.

"Wir haben eine intensive Zeit hinter uns, haben versucht, Wasserstunden nachzuholen", sagte Zajac. Bei starkem Wind verzichtete er darauf, den linken Fuß in die Fußschlaufe zu stellen, weil er keine weitere Verletzung riskieren wollte, sollte das Boot stark abgebremst werden. "Ich habe es bevorzugt, nach vorne geschleudert zu werden, wir hatten jeden Tag eine Kenterung", berichtete er. Eine Kenterung sei auch im Rennen passiert, danach sei der Wind aber schwächer geworden und es kein Problem mehr gewesen. "Die ersten Tage waren aber sehr hart fürs Knie. Ich habe aber ein sicheres, stabiles Gefühl und sehr gute Behandlung durch den Physiotherapeuten."

Für die WM sind die Erwartungen freilich gedämpft, es fehlt noch etwas beim Bootsgefühl und der Start-Positionierung. "Aber wenn man am Start steht, dann will man auch nicht schlechter abschneiden als die anderen." Auch im Nacra 17 geht es noch um vier Olympia-Startplätze, dazu kommt, dass viele Nationen bei dieser WM und der dann bereits von 8. bis 15. Februar 2020 in Geelong (Australien) folgenden WM ihre interne Ausscheidung fahren. "Man merkt, dass sie ihr Material ganz auf diese Bedingungen abgestimmt haben, während wir hauptsächlich in Japan trainiert haben." Die Rennen sind per Livestream verfolgbar.

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