30. Dezember 2018 10:57

Chronik

71-Jährige starb bei Zimmerbrand in Wiener Pflegeheim

Bei einem Brand in einem Pflegeheim in Wien-Leopoldstadt ist am Samstag um 17.30 Uhr eine 71-Jährige ums Leben gekommen. Das Feuer brach in dem Zimmer der Frau aus, für die Bewohnerin kam jede Hilfe zu spät. Weitere Senioren oder Betreuer wurden nicht verletzt, berichteten die Einsatzkräfte. Feuerwehr und Personal brachten die übrigen Bewohner in rauchfreien Bereichen des Gebäudes in Sicherheit.

Bei dem betroffenen Haus in der Simon-Wiesenthal-Gasse handelt es sich um das Maimonides-Zentrum, das zur Israelitischen Kultusgemeinde gehört. Es gab laut Polizei keine Hinweise auf Fremdverschulden. Die Brandgruppe des Landeskriminalamtes Wien übernahm die Ermittlungen zur Unglücksursache. Möglicherweise war das Feuer von einer Kerze ausgegangen.

Die Flammen blieben "lokal begrenzt", erläuterte Feuerwehrsprecher Lukas Schauer. Dadurch sei eine rasche Brandbekämpfung möglich gewesen. Insgesamt standen 16 Fahrzeuge und 66 Feuerwehrleute im Einsatz. Auch die Wiener Berufsrettung rückte mit dem Katastrophen-Zug aus, die unverletzten Heimbewohner mussten jedoch nur vorübergehend innerhalb des Hauses verlegt werden.

Der Direktor des Maimonides-Zentrums drückte auf der Internetseite der Einrichtung sein "tiefstes Mitgefühl" für die Angehörigen der 71-Jährigen aus. Der Stellungnahme zufolge war der tödliche Brand in einem Zimmer im sechsten Stock ausgebrochen. Rettungskräfte und Krisenbetreuer kümmerten sich anschließend um Bewohner und Mitarbeiter. "Die Polizei hat auch bestätigt, dass die interne Rettungskette (Sicherheitspersonal und Mitarbeiter des Maimonides-Zentrums), richtig funktioniert hat", wurde betont.

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