25. Dezember 2018 14:34

Chronik

Acht Tote nach Attentat mit entführtem Bus in China

Im Südosten Chinas hat ein Mann Medienberichten zufolge einen Bus entführt und in eine Menschenmenge gefahren. Er hat dabei acht Menschen getötet und 22 weitere verletzt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag berichtete. Der mit einem Messer bewaffnete Mann steuerte den Bus in der Stadt Longyan etwa 300 bis 400 Meter weit in die Menschenmenge.

Der Vorfall ereignete sich am Dienstagnachmittag (Ortszeit) in der Stadt Longyan in der östlichen Provinz Fujian, wie die Lokalzeitung "Minxi Ribao" berichtete. Unter den acht bestätigten Toten ist demnach ein Polizist. Die Polizei der Provinz Fujian identifizierte den mutmaßlichen Täter als einen 38-Jährigen aus Longyan. Er wurde festgenommen. Dem Sender CCTV zufolge könnte ein Streit zwischen dem Verdächtigen und einem örtlichen Nachbarschaftskomitee ein Motiv für die Tat sein.

In einem bei dem in den USA ansässigen chinesischen Medienportal Duowei veröffentlichten Video waren mehrere verletzte Menschen zu sehen, die neben einem beschädigten Bus auf der Straße lagen. Die Front des Busses war schwerbeschädigt. Der Bus stand in der Mitte der Straße, auf den Stufen des Fahrzeugs war Blut zu sehen. Dem Bericht zufolge attackierte der Angreifer zunächst eine Passagierin, anschließend habe er den Bus entführt.

Der Verdächtige wurde bisher nicht identifiziert. Die Behörden in Longyan wollten sich auf Anfrage zunächst nicht äußern. Der staatliche Fernsehsender CGTN berichtete, die Polizei habe Ermittlungen gegen den Mann eingeleitet. In China hat es zuletzt mehrere ähnliche Vorfälle gegeben. Ende November raste ein Auto in eine Gruppe von Kindern vor einer Volksschule in der nordöstlichen Provinz Liaoning. Fünf Menschen wurden getötet und mindestens 19 verletzt. Medienberichten zufolge hatte der Fahrer persönliche Probleme.

Im Oktober starben drei Menschen, als ein Mann nach einer Messerstecherei in der östlichen Provinz Zhejiang in eine Menge fuhr und anschließend weitere Menschen angriff. Im September fuhr ein Mann einen Lastwagen im eine Menge in der Provinz Hunan und stach anschließend auf Menschen ein. Elf Menschen starben, 44 wurden verletzt. Parallel zu der größer werdenden Kluft zwischen Arm und Reich haben in China in den vergangenen Jahrzehnten auch Gewaltverbrechen zugenommen.

© APA
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