29. Januar 2020 21:20

Politik

Armee: Rakete aus Gazastreifen auf Israel abgefeuert

Aus dem Gazastreifen ist nach Angaben der israelischen Armee am Mittwochabend eine Rakete auf Israel abgefeuert worden. Es ist der erste Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen auf Israel seit der Vorstellung des Nahost-Plans durch US-Präsident Donald Trump am Dienstag. Kurz zuvor hatte Israels Armee angekündigt, ihre Truppenpräsenz im Westjordanland und an der Grenze zum Gazastreifen zu erhöhen.

Trump hatte seinen lange erwarteten Nahost-Plan am Dienstag im Beisein von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu in Washington vorgestellt. Laut Trump soll der Plan eine "realistische Zwei-Staaten-Lösung" ermöglichen.

Allerdings knüpfte der US-Präsident die Gründung eines eigenen palästinensischen Staates an zahlreiche Bedingungen, darunter die Entwaffnung der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen. Zudem soll Jerusalem dem Plan zufolge "ungeteilte Hauptstadt" Israels sein.

Die Palästinenser lehnten den US-Vorschlag umgehend ab. Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas sprach von einer "Verschwörung". Die Hamas betonte, sie werde "keinen Ersatz für Jerusalem als Hauptstadt des palästinensischen Staates akzeptieren und kündigte an, sich "in allen Formen" gegen den Plan "zur Wehr zu setzen".

US-Außenminister Mike Pompeo forderte unterdessen die Palästinenser zur Vorlage eines "Gegenangebots" auf. Die palästinensischen Politiker könnten jederzeit "ein Gegenangebot vorschlagen, wenn sie dies für angemessen" hielten, sagte Pompeo am Mittwoch während eines Flugs in Richtung Großbritannien zu Reportern.

"Ich weiß, dass die Israelis bereit wären, sich hinzusetzen und auf der Grundlage der vom Präsidenten dargelegten Vision zu verhandeln", sagte Pompeo weiter. Die Bedenken hinsichtlich des Nahost-Plans von US-Präsident Donald Trump kämen "von denselben Kritikern, die seit siebzig Jahren versagt" hätten, sagte der US-Außenminister.

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