29. November 2019 13:52

Sport

Auslosung der Fußball-EM-Endrunde 2020 lässt manches offen

Österreichs Fußball-Nationalteam erfährt am Samstag (18.00 Uhr/live ORF 1) in Bukarest die Gegner für die EURO 2020 - zumindest zwei von drei. Vor der Gruppen-Auslosung steht fest, dass die ÖFB-Elf auf eines der Topteams Deutschland, Spanien, Italien, England oder Niederlande trifft, aber u.a. nicht auf Titelverteidiger Portugal und auch nicht in die Gruppe B (Russland, Dänemark, Belgien) kommt.

Die Auslosung der Endrunde von 12. Juni bis 12. Juli 2020 steht unter besonderen Vorzeichen. Da die EM erstmals europaweit in zwölf Städten ausgetragen wird, die Gastgeber Heimrecht haben, politische Überlegungen miteinbezogen werden müssen und vier der 24 Teilnehmer erst über die Finalturniere der Nations League Ende März feststehen, sind viele Konstellationen ausgeschlossen.

So könnte sich die belgische Delegation die Zeremonie im großen Pavillon des Romexpo-Messegeländes in Bukarest getrost schenken. Denn die Belgier wissen schon fast alles: Sie sind in der Gruppe B und treffen dort in Kopenhagen auf Dänemark, in St. Petersburg auf Russland und nochmals in St. Petersburg auf Wales oder Finnland. Sie spielen am 13. Juni, am 17. oder 18. Juni und am 22. Juni. Unklar ist nur die Reihenfolge der Partien.

Für Österreich fallen neben Russland, Dänemark und Belgien auch Titelverteidiger Portugal, Türkei, Schweden und Tschechien, die so wie die Auswahl von Franco Foda aus Topf drei gezogen werden, als Gruppenkonkurrenten aus. Das ÖFB-Team kann nicht in die Gruppe B gelost werden und würde alle drei Gegner nur erfahren, wenn es in die Gruppe A mit Italien (Spielorte Rom und Baku) geht. Geht es in die Gruppe C (mit Niederlande und Ukraine in Amsterdam und Bukarest) oder F (mit Deutschland in München und Budapest), würden aus Topf vier acht Mannschaften möglich sein, der definitive Gegner würde erst Ende März feststehen.

Nicht nur deshalb wollte sich Peter Schöttel auf keine Wünsche an die Glücksfee einlassen. "Es gibt keine Wunschgegner, wir nehmen es, wie es kommt", sagte der ÖFB-Sportdirektor, der aber die Gruppe F im Blick hat. Weniger wegen eines dann anstehenden Duells mit Deutschland, sondern aus logistischen Gründen. Vom Standort her sei München/Budapest aufgrund der geografischen Nähe spannend, sagte Schöttel.

Von der Auslosung hängt auch der Fahrplan des ÖFB für das kommende Frühjahr ab, weil man Testspiele gegen EM-Gegner vermeiden will. Fest steht nur, dass Foda mit seinem Team Ende März sowie in der unmittelbaren EM-Vorbereitungsphase Ende Mai/Anfang Juni jeweils zwei Länderspiele bestreitet.

Klarer wird man danach auch sehen, wo das ÖFB-Team sein letztes Trainingscamp vor der EM sowie das EM-Quartier selbst bezieht. Sollte Österreich in der London/Glasgow-Gruppe landen, könnte man die Zeit während der Gruppenphase auf der Britischen Insel verbringen. Prinzipiell geht der Trend aber in die Richtung, während der Endrunde in der Heimat (Burgenland, Niederösterreich) zu bleiben und nur jeweils einen Tag vor dem Spiel zum Austragungsort zu fliegen.

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