28. Dezember 2019 14:50

Chronik

Australien kämpft gegen Flammen - Feuerwerk findet statt

Hitze droht in Australien den Kampf gegen die seit Wochen lodernden Buschbrände weiter zu erschweren. Vor allem dem Südosten des Landes stehen Tage mit extrem heißem Wetter bevor, wie die Meteorologiebehörde am Samstag mitteilte. Angesichts erwarteter Temperaturen von bis zu 43 Grad im Westen Sydneys werde die Brandgefahr zu Wochenbeginn noch zunehmen. Das Silvester-Feuerwerk soll stattfinden.

Im Bundesstaat New South Wales, dessen Hauptstadt Sydney ist, lodern nach Angaben der Feuerwehr rund 70 Brände, 30 davon außer Kontrolle. In Australiens Hauptstadt Canberra kletterten die Temperaturen auf 38 Grad Celsius. Die Stadt hob ihre Brandwarnstufe weiter an und verhängte ein totales Feuerverbot.

Die Einsatzkräfte bemühten sich weiter, die gewaltigen Feuerzonen im Westen und Süden Sydneys einzudämmen. Weil die Feuer Straßen rund um die Metropole blockierten und viele Helfer im Dauereinsatz waren, war für viele Familien der Region ein gemeinsames Weihnachtsfest ausgefallen. Den seit Oktober wütenden Bränden ist in dem Bundesstaat mittlerweile eine Landfläche der Größe Belgiens zum Opfer gefallen. Fast 1.000 Häuser wurden zerstört, neun Menschen kamen ums Leben.

Trotz der Brände soll auch an diesem Silvester ein gigantisches Feuerwerk über dem Hafen der Metropole Sydney leuchten. Eine Online-Petition, die forderte, das Feuerwerk abzusagen und die Millionen-Ausgaben dafür lieber Brandbetroffenen zukommen zu lassen, wurde zwar am Samstag bereits von mehr als einer Viertelmillion Menschen unterstützt, blieb aber erfolglos.

Dass das Feuerwerk, das jährlich Millionen Besucher anzieht, stattfinden werde, hatte die Stadtverwaltung von Sydney schon Mitte Dezember in einer Mitteilung bekräftigt. Die spektakuläre Show, mit der Sydney als eine der ersten Städte der Welt das Neue Jahr begrüßt, bringe der Wirtschaft des Bundesstaats rund 130 Millionen Dollar ein, hieß es. Eine Absage würde zudem die Silvesterpläne und Buchungen von "Zehntausenden Menschen" ruinieren. Zudem sei das Geld schon für die Feuerwerksvorbereitung ausgegeben worden.

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