24. Oktober 2019 16:18

Politik

Beamte wollen Gehaltserhöhung, die man im "Börserl" spürt

Mit einer klaren Ansage ist am Donnerstag die Beamtengewerkschaft GÖD in die erste Runde der Gehaltsverhandlungen gegangen. Vorsitzender Norbert Schnedl will ein nachhaltiges Gehaltsplus, dass man "im Börserl spüren" kann. Vertreter von Regierung und Gewerkschaft stellten in der ersten Verhandlungsrunde wesentliche Wirtschaftsdaten außer Streit: Die Inflationsrate wurde mit 1,7 Prozent festgelegt.

Das Wirtschaftswachstum bewegt sich laut den hinzugezogenen Experten zwischen 1,5 und 1,7 Prozent. Weiter gehen die Verhandlungen am 5. November.

Sowohl GÖD-Vorsitzender Schnedl als auch der für den Öffentlichen Dienst zuständige Finanzminister Eduard Müller lobten nach der ersten Runde das konstruktive und wertschätzende Gesprächsklima. Fraglich ist, ob man in der kommenden Runde bereits konkrete Forderungen auf den Tisch legen wird. "Wir wollen eine ordentliche Gehaltserhöhung", sagte jedenfalls Schnedl.

Müller wiederum betonte nach dem Treffen, dass man sich in einer schwierigen budgetären Lage befinde. Wie aus der nach Brüssel gemeldeten Budgetplanung ("Draft Budgetary Plan") hervorgeht, erwartet der Finanzminister nächstes Jahr nämlich ein gesamtstaatliches Defizit von 0,1 Prozent des BIP. Er erwartet sich auch deshalb, das man bei den nächsten Gesprächen am 5. November ab 17 Uhr noch einmal die "Ausgangslage vertiefen" werde.

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