11. November 2018 15:51

Politik

Betroffenheit in Salzburg nach Flüchtlingsboot-Brand

Dass ein Flüchtlingsboot in der deutschen Lutherstadt Wittenberg in Brand gesteckt und zerstört wurde, hat am Sonntag für Betroffenheit bei der Fachhochschule (FH) Salzburg gesorgt. Denn diese hatte das Boot im Rahmen der Weltausstellung Reformation 2017 als Exponat in der Stadt aufgestellt, berichtete der ORF Salzburg.

Das Boot war in der Nacht auf Samstag - in der der Reichspogromnacht 1938 gedacht wurde - von Unbekannten angezündet worden. Die Polizei in Sachsen-Anhalt ermittelt laut der Deutschen Presse-Agentur seither in alle Richtungen.

Auf dem in Lampedusa gestrandeten 15 Meter langen Boot waren im Jahr 2013 insgesamt 244 Menschen von Libyen nach Sizilien geflüchtet. Es wurde im Juni 2017 als Teil einer Kunstinstallation von Professoren und Studenten der Fachhochschule Salzburg aus Süditalien nach Wittenberg gebracht. "Wir sind erschüttert, dass ein Projekt, das für Toleranz und Mitmenschlichkeit steht, auf diese Art und Weise missbraucht wird", wird der Sprecher der Fachhochschule, Sigi Kämmerer, vom ORF zitiert.

© APA
2019 © PULS 4 TV GmbH & Co KG | IMPRESSUM | DATENSCHUTZ