14. November 2018 08:56

Kultur

Bewerbung Vorarlberger Städte für Kulturhauptstadt 2024 fix

Die Vorarlberger Städte Dornbirn, Feldkirch, Hohenems und die Regio Bregenzerwald sind offiziell in den Wettbewerb um den Titel als Kulturhauptstadt Europas 2024 eingestiegen. Der Beschluss in Dornbirn fiel am Dienstagabend einstimmig, zuvor hatten sich bereits die anderen beiden Stadtvertretungen mit klarer Mehrheit dafür ausgesprochen. Mitbewerber sind das Salzkammergut und St. Pölten.

Die Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz hatte seine Mitbewerbung um den Titel im Dezember 2017 zurückgezogen. Begründet hatte Bürgermeister Markus Linhart (ÖVP) den Ausstieg damals damit, dass der konkrete kulturelle, wirtschaftliche und damit auch gesellschaftliche Nutzen fehle, der mit einer Bewerbung verbunden sein müsse.

Die Bewerbung der Vorarlberger Gemeinden unter der Federführung Dornbirns wird von "Kultur Perspektiven 2024" unter der Führung von Kulturmanagerin Bettina Steindl geleitet. Steindl hat bereits 2009 für die Kulturhauptstadt Linz und 2010 für das Ruhrgebiet gearbeitet. "Der Titelgewinn als Kulturhauptstadt Europas hat einen nachweisbar positiven wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Effekt auf Städte, Regionen und Länder", umriss die Kulturmanagerin die Vorteile, die auch darauf abzielen, die gesamte Bevölkerung in den Prozess miteinzubeziehen.

Vorarlberg rechnete Steindl dabei gute Chancen aus. Das Land sei in vielen Bereichen Modellregion, "ob wirtschaftlich, gesellschaftlich, in der Architektur, im Handwerk und auch in der Kultur. Ich bin also davon überzeugt, dass wir gute Karten haben, den Titel zu holen", sagte die Leiterin von "Kultur Perspektiven 2024".

In den vergangenen Monaten hat ein achtköpfiges Expertenteam an der Beantwortung der von der EU-Jury vorgegebenen 38 Fragen des Bidbooks zum Thema "Mutausbruch" gearbeitet. "Mut zur Veränderung, Mut zum Handeln, Mut zur Vielfalt, Mut über den Tellerrand hinaus zu schauen - das will die Kulturhauptstadt für Vorarlberg und die gesamte Bodenseeregion erreichen", sagte Steindl. Die Verankerung der regionalen Kulturszene, sowie die Vernetzung und der Austausch mit den Nachbarregionen in der Schweiz, Liechtenstein und Süddeutschland sei erklärtes Ziel.

Die Bewerbungsunterlagen für die Kulturhauptstadt 2024 müssen bis 31. Dezember beim Bundesministerium für Kunst und Kultur eingereicht werden. Bis Ende Jänner 2019 entscheidet eine zwölfköpfige EU-Jury, wer in die nächste Runde kommt. Erst Ende 2019 fällt dann die finale Entscheidung.

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