24. Oktober 2019 08:43

Sport

CL-Titelverteidiger Liverpool nach Sieg in Genk auf Kurs

Nach der Auftaktpleite in Neapel ist der Titelverteidiger in der Fußball-Champions-League bei Halbzeit der Gruppenphase wieder voll auf Kurs. Mit einem 4:1-Erfolg in Genk holte Liverpool den ersten Auswärtssieg in der Gruppenphase seit fast genau zwei Jahren und hat in der Gruppe E vor dem Heimspiel gegen die Belgier am 5. November drei Punkte Vorsprung auf Salzburg.

Englands Vizemeister ging durch Alex Oxlade-Chamberlain (2.) früh in Führung, musste aber fast eine Stunde auf den zweiten Treffer warten. "Der Start war brillant, wir haben sie vor viele Probleme gestellt. Aber dann, ich weiß nicht warum, haben wir die Geduld und viele Bälle verloren", war Coach Jürgen Klopp nicht restlos zufrieden. "Mir hat unser Spiel nicht wirklich gefallen, aber mir gefällt das Ergebnis - Job erledigt", sagte der Deutsche.

Gefeierter Matchwinner der Engländer war Oxlade-Chamberlain, der nach einer vor 18 Monaten erlittenen Knieverletzung erstmals wieder in der Königsklasse einlief und zwei Tore erzielte. Sadio Mane (77.) und Mohamed Salah (87.) machten im Finish alles klar, ehe Genk der Ehrentreffer gelang.

Bei den beiden deutschen Clubs, die am Mittwoch im Einsatz waren, gab es Freud und Leid. RB Leipzig übernahm dank der österreichischen Teamspieler Konrad Laimer und Marcel Sabitzer die Tabellenführung in der Gruppe G. Das ÖFB-Duo schoss den "Bullen"-Club zu einem 2:1-Heimsieg über Zenit St. Petersburg. Laimer, der schon nach 54 Sekunden nur die Latte getroffen hatte, traf nach einer Kombination mit Sabitzer zum Ausgleich (49.). Sabitzer ließ die Gastgeber mit einem Traumtor ins Kreuzeck (59.) über drei Punkte jubeln.

"Das war einfach geil. Im Training üben wir solche Schüsse immer wieder, die Schüsse aus der zweiten Reihe. Wenn der Ball dann aber so reinfliegt, dann ist das einfach wunderschön", freute sich der Steirer im DAZN-Interview über das Tor, mit dem Leipzig eine Serie von vier Spielen ohne Sieg beendete und sich alle Trümpfe für den Aufstieg sicherte. "Wir waren uns bewusst, dass wir nach der Heimniederlage gegen Lyon unter Druck stehen. Deshalb wollten wir gegen St. Petersburg unbedingt gewinnen. Wir haben alles nach vorne geworfen - und Gott sei Dank sind wir noch belohnt worden", sagte Sabitzer.

Für Borussia Dortmund und den angezählten Trainer Lucien Favre gab es dagegen einen empfindlichen Rückschlag. Nach dem 0:2 bei Inter Mailand rutschte der BVB in der Gruppe F vom ersten auf den dritten Platz ab und geht auch angeschlagen in das Revierderby am Samstag beim FC Schalke. Nur ein Sieg beim Erzrivalen aus Gelsenkirchen dürfte helfen, die schlechte Stimmung zu vertreiben. "Wir wissen, was dieses Spiel für uns bedeutet und welche Möglichkeiten es für uns birgt - sowohl in der Tabelle als auch für die Emotionen im Umfeld. Wir brauchen jetzt diesen Push", betonte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl.

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