4. Dezember 2019 05:00

Sport

Damen-Skisprungtrainer Rodlauer: Um Spitzenplätze mitmischen

Die österreichischen Team-Vize-Weltmeisterinnen starten am Wochenende in Lillehammer in die Weltcup-Saison. Dass erstmals beide Auftaktbewerbe auf der Großschanze ausgetragen werden, kann als Beweis für die Weiterentwicklung des Damen-Skispringens gelten. ÖSV-Cheftrainer Harald Rodlauer nannte einen vorderen Platz im Nationencup und Spitzenränge in Einzelbewerben als Ziele.

"Das Niveau ist weiter angestiegen", betonte Rodlauer. Die WM-Dritte Daniela Iraschko-Stolz, Eva Pinkelnig, Chiara Hölzl und Jacqueline Seifriedsberger sollen für Spitzenplätze und Punkte für den Nationencup sorgen. Kontinentalcup-Siegerin Marita Kramer und Lisa Eder bekommen Zeit, um sich im Weltcup etablieren und Erfahrung zu sammeln.

Für den Steirer Rodlauer stellten sich vor dem ersten Vergleich mit der Elite aus Norwegen (mit Weltcupsiegerin und Weltmeisterin Maren Lundby), Deutschland, Slowenien und Japan (mit Weltcup-Rekordgewinnerin Sara Takanashi/56 Siege) aber auch Fragen. Wo steht die seit kurzem 36-jährige Iraschko-Stolz, wie entwickelt sich Hölzl, die Zweite des Sommer-GP von Courchevel, weiter, was ist für die Weltcup-Gesamtsechste Pinkelnig nach einen Skiwechsel möglich? Antworten werden die ersten Bewerbe liefern.

Iraschko-Stolz ist als Ex-Weltmeisterin (2011), -Weltcupsiegerin (2014/15) und 16-fache Gewinnerin im Weltcup die erfolgreichste ÖSV-Skispringerin. Die Wahl-Tirolerin hat mit Athletik-Training im Olympia-Stützpunkt Innsbruck neue Reize gesetzt und gab im Herbst im Sprungtraining mit den Ton an. "Sie kam verletzungsfrei durch den Sommer, ist athletisch sehr gut drauf, mit guten Sprüngen ist sie total konkurrenzfähig", erklärte Rodlauer. Jüngst sei Iraschko-Stolz das Springen aber nicht so leichtgefallen. "Danielas eigene Ansprüche sind wie immer sehr hoch."

Ob eine der ÖSV-Springerinnen im Gesamtweltcup vorne mitmischen könne, darauf wollte sich Rodlauer nach den ersten Schneesprüngen in Lillehammer gegenüber der APA nicht festlegen. "Wir haben nicht die große Favoritin, da gibt es andere", meinte der 53-Jährige und meinte damit vor allem die 25-jährige Norwegerin Lundby, die zwölf ihrer bisher 25 Siege im vergangenen Winter gefeiert hatte. "Natürlich ist es das Ziel, dass unsere Damen so weit vorne wie möglich mitspringen. Wenn eine einen Lauf bekommt, ist alles möglich", sagte der Eisenerzer. "Wir sind positiv, wir möchten mitreden."

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