3. November 2018 10:47

Chronik

Drogenlenker raste mit 130 km/h von Wien nach Wiener Neudorf

Die Art und Weise, wie er in der Nacht auf Samstag sein eben erstandenes Auto geschrottet hat, bringt einen Wiener Drogenlenker vor Gericht. Der 18-Jährige raste - von der Polizei verfolgt - mit bis zu 130 km/h von Meidling bis Wiener Neudorf, wo er mit dem 18 Jahre alten Wagen in eine Ampel krachte. Im Bezirk Liesing erfasste er beinahe zwei Fußgängerinnen.

Das Auto mit dem jungen Mann aus Wien-Donaustadt am Steuer fiel einer Polizeistreife in der Breitenfurter Straße in Meidling um 1.30 Uhr auf, weil er im Stadtgebiet mit Fernlicht unterwegs war. Die Aufforderung zum Stehenbleiben ignorierte der Lenker. Er setzte vielmehr zu einer Amokfahrt stadtauswärts an, bei der er zwei Fußgängerinnen so nahe kam, dass die Frauen zur Seite springen mussten, um nicht von dem Opel Astra erfasst zu werden. Da der Pkw mehrfach die Gehsteigkante touchierte, löste sich der Reifengummi von der Stahlfelge. Weil sich der Wagen dadurch nicht mehr gut lenken ließ, überfuhr der 18-Jährige zwei Kreisverkehrsanlagen, wodurch Teile des Unterbodens weggerissen wurden. Auf der Triester Straße in Wiener Neudorf stoppte ihn ein Ampelmast.

Vor Gericht wird sich der 18-Jährige laut Polizei nicht nur wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit verantworten müssen, sondern auch wegen Urkundenunterdrückung. Die Kennzeichen für sein Auto hat sich der Lenker nämlich besorgt, indem er sie einfach von einem anderen Wagen abriss. Der betroffene Autobesitzer erstattete kurz vor Mitternacht Anzeige. Den alten Opel hatte der junge Mann erst am Abend von einem privaten Verkäufer ordnungsgemäß erstanden, sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger. Angemeldet und versichert war das Auto daher nicht, der 18-Jährige hat auch keine Lenkberechtigung. Diese Vergehen und das Fahren unter Drogeneinfluss bringen dem Donaustädter weitere Verfahren ein. Bei der Befragung durch die Polizei gab er den Konsum von Cannabis zu.

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