25. Dezember 2018 11:05

Politik

Erdogan lud Trump zu Besuch in die Türkei ein

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat US-Präsident Donald Trump für das kommende Jahr zu einem Besuch in der Türkei eingeladen. Das Weiße Haus erklärte am Montag, Trump sei "offen" für ein mögliches Treffen. Fest geplant sei aber noch nichts. Die beiden Präsidenten hatten erst am Sonntag miteinander telefoniert und dabei den geplanten US-Truppenabzug aus Syrien besprochen.

Während Trumps Abzugsentscheidung bei vielen westlichen Partnern Kritik hervorgerufen hat, wird der Schritt in der Türkei begrüßt. Ankara bekommt durch einen Abzug der US-Soldaten freie Hand im Kampf gegen kurdische Rebellen in Syrien, mit denen die US-Armee bisher im Kampf gegen die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) zusammenarbeitete.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat indes Frankreich vor einer weiteren Unterstützung der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Syrien gewarnt. Es sei "für niemanden von Vorteil", wenn die französischen Truppen weiterhin die YPG-Kämpfer in Syrien "schützen", warnte Cavusoglu am Dienstag laut der amtlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu. Frankreich kündigte zuletzt trotz des Abzugs der US-Truppen an, seine Militärpräsenz in Syrien vorerst aufrechtzuerhalten.

Ein Abzug der US-Truppen aus Syrien wird nach Ansicht Cavusoglus den Kampf gegen den "IS" nicht schwächen. Die Türkei habe die Stärke, den IS alleine außer Gefecht zu setzen, sagte der türkische Außenminister am Dienstag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu in Ankara. Der Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin, sagte nach Angaben von Anadolu am späten Montagabend, im Kampf gegen den IS werde es keine "Schwäche, Verzögerung und keine Verlangsamung" geben.

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