14. November 2019 22:04

Sport

Frankreich, Türkei, England und Tschechien bei EM 2020 dabei

Weltmeister Frankreich, England, die Türkei und Tschechien werden bei der Fußball-EM-Endrunde 2020 zu sehen sein. Die Briten buchten im 1.000. Länderspiel der Verbandsgeschichte mit einem 7:0 gegen Montenegro standesgemäß das Ticket. Für die "Three Lions" war es der sechste Sieg im siebenten Gruppenspiel. Die Türkei ist mit einem 0:0 gegen Island durch, Frankreich siegte gegen Moldau glanzlos 2:1.

Tschechien lag gegen den Kosovo mit 0:1 zurück, drehte die Partie in Pilsen aber zu einem 2:1-Heimsieg und darf mit der EM planen. Der regierende Europameister Portugal machte im Fernduell mit Serbien den ersten Schritt zum pan-europäischen Kontinentalturnier im kommenden Jahr. 6:0 siegten die Iberer gegen Litauen, Cristiano Ronaldo schoss seine Teamtore 96, 97 und 98. Serbien gewann gegen Luxemburg 3:2.

England erwischte einen Traumstart. Nach 30 Minuten stand es bereits 4:0 für die "Three Lions", bei denen Trainer Gareth Southgate die jüngste Startelf seit 60 Jahren aufgestellt hatte. 23 Jahre und 255 Tage betrug das Durchschnittsalter der Mannschaft. Raheem Sterling saß nach seinem Disput mit Joe Gomez nur auf der Tribüne. Der ManCity-Stürmer wird Sonntag auswärts im Kosovo beginnen, wie Southgate vor Anpfiff verriet.

Alex Oxlade-Chamberlain (11.) eröffnete den Torreigen, ehe Harry Kane jeweils per Kopf im Doppelpack (19., 24.) nachlegte. Marcus Rashford (30.) deckte Montenegros Schwächen in der Defensive weiter schonungslos auf, ehe Kane (37.) per Fuß zum dritten Mal in der ersten Spielhälfte traf. Englands Teamkapitän hält in der Quali damit bei elf Toren. Nach Seitenwechsel erhöhte sich der Score durch ein Eigentor der Gäste, ehe der eingewechselte Tammy Abraham den Endstand besorgte.

Tschechien traf in Pilsen auf Verfolger Kosovo. Die Balkan-Kicker legten vor, Atdhe Nuhiu traf in der 50. Minute. Der ehemalige Ried- und Rapid-Angreifer, mittlerweile 30 Jahre alt und bei Sheffield Wednesday tätig, wuchtete den Ball per Kopf in die Maschen. Die Tschechen wurden für ihr Anlaufen aber belohnt. Alex Kral traf zunächst mit einem platzierten Fernschuss (71.), Ondrej Celustka (79.) stand nach einem Eckball richtig. Die Tschechen trafen zuvor binnen wenigen Minuten zweimal nur die Latte. Der Kosovo hat nun im Play-off noch eine Möglichkeit auf einen EM-Startplatz.

Portugal absolvierte Teil eins der beiden Pflichtübungen gegen Litauen und Luxemburg erfolgreich. Ronaldo traf früh per Elfmeter (7.), den der Juventus-Star selbst herausgeholt hatte. Die Iberer setzten den Balten weiter zu, Ronaldo konnte eine Viertelstunde später zum 2:0 (22.) nachlegen. Nach der Pause trafen die Portugiesen weiter nach Belieben. Ronaldo erzielte in der 65. Minute das 6:0, ehe er im Finish ausgetauscht wurde. Serbien liegt vor dem abschließenden Spieltag somit weiter einen Zähler hinter den Südeuropäern und muss auf einen Umfaller des Kontrahenten hoffen.

Die Türkei buchte mit einem torlosen Remis gegen Island in Istanbul das EM-Ticket und nahm im Sog auch Weltmeister Frankreich mit. Für die Isländer bleibt damit noch die Chance, über das Play-off den Sprung zur Endrunde zu schaffen. Die Nordländer konnten die Türken erst im Finish wirklich in Bedrängnis bringen. Bei der besten Chance der Isländer nach einem Eckball klärte Merih Demiral in der 82. Minute einen Kopfball des eingewechselten Hördur Magnusson auf der Torlinie.

Die Kunde aus Istanbul beflügelte die Franzosen vor ihrem Heimauftritt gegen Moldau nicht. Der Außenseiter ging in Stade de France durch Vadim Rata (9.) gar in Führung. Die Franzosen zeigten eine schwache Vorstellung, Trainer Didier Deschamps wirkte auch nach dem Ausgleich durch Raphael Varane (35.) nach einem Griezmann-Freistoß alles andere als glücklich. Die "Bleus" traten auch danach alles andere als ruhmreich auf. Olivier Giroud stellte den Heimsieg erst in der 79. Minute per Foul-Elfer sicher.

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