30. Oktober 2019 10:33

Politik

Fünf Tote bei Angriff auf Ureinwohner in Kolumbien

Bei einem Angriff auf Ureinwohner in Kolumbien sind fünf Menschen getötet worden. Sechs weitere wurden nach Behördenangaben bei der Attacke am Dienstag verletzt. Die Opfer waren demnach Mitglieder einer Organisation, die für die Sicherheit in den von Ureinwohnern bewohnten Gebieten Kolumbiens zuständig ist. Die Behörden machten regierungsfeindliche Rebellen für die Attacke verantwortlich.

Nach Angaben der kolumbianischen Armee wurden die indigenen Wachen in der Provinz Cauca im Südwesten Kolumbiens angegriffen, nachdem sie drei Mitglieder einer Rebellengruppe festgenommen hatten. Weitere Guerilla-Kämpfer hätten die drei Festgenommenen bei einem Überfall wieder befreit.

Kolumbiens Präsident Iván Duque verurteilte die tödliche Attacke im Kurzbotschaftendienst Twitter und teilte mit, er habe dem Militär befohlen, "die für den Angriff verantwortliche kriminelle Gruppe zu finden".

Seit einem Friedensabkommen im Jahr 2016, das der damalige Präsident Juan Manuel Santos mit der Guerillagruppe Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC) unterzeichnete, hat sich die Lage in Kolumbien nach einem jahrzehntelangen Krieg beruhigt. Indigene Gruppen sehen sich jedoch zunehmend gewalttätigen Angriffen bewaffneter Drogenbanden gegenüber.

Die FARC-Rebellen hatten ein halbes Jahrhundert lang gegen die Regierung in Bogotá gekämpft. Mehr als 260.000 Menschen wurden in dem Konflikt getötet.

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