16. Oktober 2019 05:08

Chronik

Gewalt zwischen Armee und mutmaßlichen Gangstern in Mexiko

Bei einer Auseinandersetzung zwischen Soldaten und mutmaßlichen Kriminellen sind in Mexiko 15 Menschen getötet worden. Darunter waren nach Angaben der örtlichen Sicherheitsbehörden 14 bewaffnete Zivilisten und ein Soldat.

Die Sicherheitskräfte seien am Dienstag (Ortszeit) per Notruf über die Präsenz der bewaffneten Männer in der Nähe der südmexikanischen Stadt Iguala informiert worden, teilte der Sicherheitssprecher des Bundesstaates Guerrero, Roberto Alvarez Heredia, mit. Als die Soldaten den Ort Tepochica erreichten, seien sie von den Männern angegriffen worden.

In Mexiko gab es im vergangenen Jahr fast 36.000 Morde. Die seit Jahren hohen Gewaltraten in dem lateinamerikanischen Land gehen zu einem großen Teil auf das Konto von Banden, die in Drogenhandel sowie in Entführung und Erpressung verwickelt sind. Diese haben oft Verbindungen zu örtlichen Sicherheitskräften. In Iguala verschleppten Polizisten vor fünf Jahren 43 Studenten und übergaben sie dem Verbrechersyndikat Guerreros Unidos. Das Schicksal der Studenten ist bis heute ungeklärt.

Erst am Montag hatten mutmaßliche Angehörige des Kartells Jalisco Nueva Generacion (CJNG) einen Konvoi der Polizei im westlichen Bundesstaat Michoacan angegriffen und 13 Polizisten umgebracht. Zunächst war von mindestens 14 Toten die Rede. In Drohbotschaften, die am Tatort hinterlassen wurden, warfen die mutmaßlichen Täter den Polizisten vor, mit rivalisierenden Banden unter einer Decke zu stecken.

© APA