25. Oktober 2019 13:05

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Greta Thunberg warnt vor "falschen Gretas"

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg warnte am Freitag auf ihrer Facebookseite vor Leuten, die vorgeben, sie zu sein. "Es ist mir aufgefallen, dass einige Leute versucht haben, mich zu verkörpern oder fälschlicherweise behaupten, dass sie mich 'vertreten', um mit politischen Führern, berühmten Schauspielern, Sängern und Musikern in Kontakt zu kommen", schrieb die 16-Jährige.

Thunberg entschuldigte sich bei allen, die in die Irre geführt wurden. Die gute Nachricht dabei sei aber, dass ihre Arbeit Wirkung zeige. "Aktivismus funktioniert. Wir sehen uns auf den Straßen!" Thunberg hält sich gerade in den USA auf.

Unterdessen benannte das Londoner Naturkundemuseum einen unscheinbaren Käfer nach Thunberg. Dieser hat weder Augen noch Flügel, ist honigfarben und kleiner als ein Millimeter. Der wissenschaftliche Mitarbeiter Michael Darby wollte die Klimaaktivistin damit "würdigen".

"Nelloptodes gretae" fristete seit seiner Entdeckung in den 60er-Jahren in Nairobi ein namenloses Dasein in den Beständen der ehrwürdigen Museumseinrichtung. "Ich habe diesen Namen gewählt, weil ich von der Arbeit der jungen Aktivistin sehr beeindruckt bin und ihren herausragenden Beitrag zur Sensibilisierung für Umweltfragen würdigen wollte", erklärte Darby, der den winzigen Käfer gerade erst unter den 22 Millionen Exemplaren in der Sammlung des Museums entdeckt hatte. Das Tier gehört zur Käferfamilie Ptiliidae, die einige der kleinsten Insekten der Welt umfasst.

Der Kurator der Käfersammlung, Max Barclay, nannte den Namen des Käfers als "besonders bewegend". Es sei wahrscheinlich, dass unentdeckte Arten wegen des Verlusts der biologischen Vielfalt immer wieder verschwinden, bevor Wissenschafter sie überhaupt benannt haben. "Es ist also angebracht, eine der neuesten Entdeckungen nach jemandem zu benennen, der sich so sehr für die Natur und den Schutz gefährdeter Arten einsetzt", sagte Barclay.

© APA