6. Januar 2020 15:45

Politik

Grüne wollen mit Rückenwind zu Rot-Grün im Burgenland

Die burgenländischen Grünen sind am Montag in Eisenstadt in den Wahlkampf für die Landtagswahl gestartet. Spitzenkandidatin und Landessprecherin Regina Petrik zeigte sich dabei zuversichtlich, dass es mit dem Rückenwind der türkis-grünen Koalition im Bund auch auf Landesebene zu einer Regierungsbeteiligung kommen könnte. "Entweder Rot-Grün oder weiterhin eine starke Opposition" sei das Ziel.

Den Schwung aus dem Bund wolle man ins Burgenland mitnehmen. "Es ist die erste Landtagswahl, in die wir gehen, wo wir den Rückenwind einer grünen Beteiligung in der Bundesregierung haben", sagte Petrik. Auch im Burgenland wolle man mit dem entsprechenden Ergebnis in Koalitionsverhandlungen eintreten. "Wir sind bereit", betonte sie. Die SPÖ sei als Wahlsieger und Hans Peter Doskozil als Landeshauptmann gesetzt. "Aber vielleicht will er ja auch einmal etwas Neues ausprobieren im Burgenland. Das wäre eine gute, zukunftsweisende, rot-grüne Landesregierung", sagte Petrik.

Unterstützung bekamen die burgenländischen Grünen bei ihrem Wahlkampfauftakt von der designierten Umweltministerin Leonore Gewessler, die anstelle von Bundessprecher Werner Kogler die Eröffnungsrede hielt, und den Nationalratsabgeordneten Michel Reimon und Sibylle Hamann. Gewessler betonte, dass im Burgenland in Sachen Ausbau der Windkraft und "Bioland Burgenland" bereits einiges vorangegangen sei, was die burgenländischen Grünen maßgeblich angestoßen hätten. "Mit starken Grünen schaffen wir dann auch das nächste Projekt: Öffi-Land Burgenland", sagte sie.

Zentrale Themen der Grünen im Wahlkampf sind Klimaschutz und Mobilität. Petrik erneuerte ihre Forderung nach einer Verkehrswende. Man wolle, "nicht nur Schienen in die Zukunft legen, sondern auch Schienen in den Boden bringen", meinte sie. Außerdem wollen die Grünen "dem Zubetonieren einen Riegel vorschieben", sagte Petrik.

Mit entsprechender Anstrengung könne es auch gelingen, dass das Burgenland nicht erst 2050, sondern bereits 2035 klimaneutral werde. Andere Themen seien Natur- und Artenschutz, sozialer Zusammenhalt, Barrierefreiheit, Transparenz und Kontrolle. Die Grünen wollen nun "bis zum Schluss laufen", auf eine Abschlussveranstaltung werde man deshalb verzichten, hieß es beim Wahlkampfauftakt. Gefeiert werden soll erst wieder bei der Wahlparty am 26. Jänner.

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