24. November 2019 18:09

Sport

Hartberg großer Sieger am Sonntag, Wiener Clubs nur Remis

Hartberg darf sich als Sieger der Sonntagsspiele in der 15. Fußball-Bundesligarunde fühlen. Die Steirer drehten gegen Altach einen 0:1-Rückstand mit 10 Mann und gewannen 2:1. Damit hat die Schopp-Elf im Kampf um die Meisterrunde acht Punkte Vorsprung auf die Austria, die bei der Admira nur 0:0 spielte. Die Admira gab die Rote Laterne an Mattersburg ab. Rapid kam gegen Sturm Graz nur zu einem 1:1.

Am Samstag ist der LASK Tabellenführer Red Bull Salzburg bis auf einen Punkt nahe gerückt. Die Linzer feierten einen 2:0-Sieg bei WSG Tirol, Salzburg musste sich dagegen zu Hause gegen St. Pölten trotz 2:0-Führung mit einem 2:2 begnügen. Der WAC gewann Spiel eins nach Gerhard Struber in Mattersburg 4:1.

Hartberg hat sich der Meisterrunde weiter angenähert. Acht Punkte Vorsprung auf die siebentplatzierte Austria ist ein sattes Polster. Altach ging zwar durch Emir Karic in Führung (6.), aber nach Gelb-Rot für ihren Kapitän Siegfried Rasswalder (30.) drehten die Hartberger die Partie und gingen dank der Treffer von Andreas Lienhart (41.) und Bakary Nimaga (59.) zum vierten Mal in den vergangenen fünf Runden als Gewinner vom Platz. Die Vorarlberger hingegen haben sieben ihrer jüngsten acht Liga-Matches verloren.

Die Heimbilanz liest sich bei Rapid weiter bescheiden: nur zweimal durften die Grünweißen in der laufenden Saison im Westen Wiens über drei Punkte jubeln. Zum Abschluss der 15. Bundesliga-Runde reichte es gegen Sturm auch nur zu einem 1:1. Innenverteidiger Christopher Dibon (28./Kopfball) brachte Rapid in einer umkämpften Partie, in die sich die Hütteldorfer nach zähem Beginn nach und nach reingearbeitet hatten, in Führung.

Nach dem Seitenwechsel traf jedoch der Ex-Rapidler Philipp Huspek (54.) für die Schwarz-Weißen zum Ausgleich. Für den scheidenden Rapid-Präsidenten Michael Krammer gab es durchaus Beifall. Rapid ist in der Tabelle weiter auf Platz vier, der Abstand zum Dritten WAC vergrößerte sich allerdings auf fünf Punkte. Sturm ist punktgleich mit dem TSV Hartberg Fünfter - auf Rapid fehlt nur ein Zähler.

Ebenfalls bitter für die Mannschaft von Trainer Dietmar Kühbauer ist, dass sich die Verletzungsproblematik noch deutlich verschlimmert haben dürfte. Mit Filip Stojkovic, Mateo Barac und Stephan Auer mussten gleich drei Rapid-Abwehrspieler vorzeitig raus.

Die Wiener Austria hat auch nach der Länderspielpause nicht aus dem Tief gefunden. Die Mannschaft von Christian Ilzer musste sich am Sonntag beim bisherigen Schlusslicht FC Admira mit einem 0:0 begnügen. Es war das erste torlose Spiel in dieser Fußball-Bundesligasaison. Die Austria verlor damit im Kampf um einen Platz in der Meisterrunde weiter an Boden. Die Violetten liegen nun schon acht Punkte hinter dem TSV Hartberg. Das Gastspiel der Steirer in Favoriten am kommenden Samstag ist damit die letzte realistische Chance der Austria, vielleicht doch noch an die Top 6 heranzukommen.

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