9. März 2020 21:29

Sport

Hölzl verlor nach Sturz in Lillehammer Gelbes Trikot

Österreichs Skispringerinnen sind beim Weltcup von Lillehammer am Montag zum ersten Mal in dieser Saison nicht auf dem Stockerl einer Einzel-Konkurrenz gelandet. Chiara Hölzl musste zudem nach einem Sturz und Rang neun ihre Führung im Gesamtweltcup an die norwegische Tages-Zweite Maren Lundby abgeben. Der Sieg ging an Sara Takanashi aus Japan, Silje Opseth (NOR) holte Rang drei.

Die Halbzeit-Dritte Eva Pinkelnig fiel in der Entscheidung auf Rang sechs zurück (120,5/123 m) und verpasste um 7,4 Punkte den 26. Podestplatz dieser Saison im Einzel für den ÖSV. Daniela Iraschko-Stolz wurde als Achte (110/115) zweitbeste Österreicherin. Sechs Einzel-Springen vor Schluss liegt Lundby 25 Punkte vor Hölzl in Front. Die zweifache Gesamtweltcup-Siegerin hat nach der ersten von drei Stationen in ihrem Heimatland auch in der hoch dotierten Raw-Air-Wertung (Siegprämie: 55.000 Euro) die Nase vorn.

Der Flutlicht-Bewerb am Olympiaort von 1994 musste mehrmals (Rückenwind, Verletzungspause) unterbrochen worden. So auch vor dem ersten Sprung Hölzls (121,5 m), die danach beim Ausfahren noch vor der Sturzlinie die Balance verlor. Trotz Rang neun war eine Verbesserung für die Salzburgerin in der Entscheidung nicht mehr drin.

Auch nach Nika Kriznar (5). war für die Besten des ersten Durchgangs Warten angesagt: Die Slowenin krachte im Auslauf wohl in eine Bande und musste an ihrem 20. Geburtstag mit der Trage abtransportiert werden. Der Hergang war auf TV-Bildern aber nicht genau auszumachen.

Am Dienstag ist im Anschluss an das Männer-Springen (17:00) ein weiterer Frauen-Wettkampf (20.00) in Lillehammer geplant. "Ich bin motiviert und die Sprünge haben ganz gut gepasst. Es fehlt noch ein bisschen am Timing", sagte Hölzl, die ihrem "blöden Fehler" nicht lange nachtrauern wollte.

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