6. November 2019 13:29

Sport

Hütter und Glasner mit Schlüsselspielen in Europa League

Die beiden österreichischen Trainer Adi Hütter und Oliver Glasner stehen mit ihren deutschen Vereinen am Donnerstag in der Fußball-Europa-League vor möglicherweise vorentscheidenden Spielen. Mit Erfolgen zum Start der Rückrunde würden sowohl Hütter mit Eintracht Frankfurt als auch Glasner mit dem VfL Wolfsburg dem Aufstieg in die K.o.-Runde ganz nahe kommen.

Frankfurt hat nach der Party vor über 50.000 Zuschauern beim fulminanten 5:1 gegen den FC Bayern im Gastspiel bei Standard Lüttich aufgrund des Auswärtsbanns keine Fan-Unterstützung. Wegen einer Verbotsverfügung wird Lüttich für die Eintracht-Anhänger von Dienstagnachmittag bis Freitag (12.00 Uhr) sogar zur verbotenen Stadt. Eintracht-Vorstand Axel Hellmann hält die Verfügung für "rechtlich hochgradig fragwürdig", rät den eigenen Fans aber von einer Reise ab.

Der Halbfinalist der vergangenen Saison liegt drei Zähler hinter Arsenal und drei Punkte vor Lüttich auf Rang zwei. Nach dem 2:1 im Hinspiel wäre ein Punktgewinn der Eintracht, die in den jüngsten 15 Europacup-Auswärtsspielen stets zumindest ein Tor erzielt hat, schon extrem wertvoll, doch so denkt Hütter nicht. "Wenn wir das gewinnen könnten, machen wir einen richtig großen Schritt ins Sechzehntelfinale", stellte der Vorarlberger selbstbewusst fest.

Wolfsburg muss vor dem Duell der beiden ungeschlagenen Teams der Gruppe I gegen Gent die Tiefschläge der vergangenen Tage wegstecken. Einem 1:6 im Pokal gegen Leipzig folgte am Wochenende ein 0:3 gegen Borussia Dortmund. "Es ist ein wichtiges und ein vorentscheidendes Spiel", sagte Glasner. Im Hinspiel vor zwei Wochen hatten die Wolfsburger eine frühe 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben und am Ende 2:2 gespielt. Ein Remis soll es diesmal nicht werden. "Klar ist, dass wir morgen auf Sieg spielen", betonte der Trainer.

Ganz anders die Ausgangslage von Borussia Mönchengladbach, Gegner des WAC in der Gruppe J. Der Bundesliga-Spitzenreiter ist im Europacup noch sieglos, daher zählt im Heimspiel gegen AS Roma jeder Punkt, sonst könnte die internationale Runde für die Mannschaft von Ex-Salzburg-Trainer Marco Rose und ÖFB-Teamverteidiger Stefan Lainer im Dezember beendet sein. Sportdirektor Max Eberl sieht für sein Team noch alle Möglichkeiten, das gesteckte Ziel zu erreichen. "Wir haben es jetzt mit zwei Heimspielen und einem Auswärtsspiel selbst in der Hand, in der Europa League zu überwintern", sagte der 46-Jährige.

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