28. Januar 2020 13:35

Politik

Ibiza-Affäre: Strache bestreitet Vorwürfe zu Anwaltskosten

Der ehemalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bestreitet, seine frühere Partei sei im Zuge der Ibiza-Affäre für Anwaltskosten in der Höhe von 500.000 Euro aufgekommen. Die Wiener Landesgruppe der Freiheitlichen überlegt derzeit, die Summe über eine Klage zurückzuholen. "Es gibt nichts, was die FPÖ zurückfordern könnte", sagte Straches Anwalt in der Tageszeitung "Österreich" (Dienstag-Ausgabe).

Die unterschiedlichen Angaben zu Straches Anwaltskosten führten zu einem weiteren Schlagabtausch zwischen den Freiheitlichen und der neu gegründeten Allianz für Österreich. DAÖ-Klubchef Karl Baron sprach in einer Aussendung am Dienstag von einer "Nebelgranate" der Blauen, der Wiener FPÖ-Landesparteisekretär Michael Stumpf warf diesem daraufhin Gedächtnislücken vor.

Die Freiheitlichen versuchten, ihren ehemaligen Obmann Strache mit der Rückforderung von angeblichen Anwaltskosten in der Höhe von 500.000 Euro "weiter zu beschädigen", fand Baron. Sollte die Wiener FPÖ diese "wiederkehrenden Unwahrheiten" nicht klarstellen, werde man sich gegen diese "Schmutzkübelkampagne" mit allen rechtlichen Mitteln wehren, kündigte er an.

Stumpf wiederum hielt seinen ehemaligen Parteikollegen vor, selbst bei der FPÖ-Vorstandssitzung, "bei der die Bedingungen für die Übernahme- bzw. Rückzahlungsbedingungen der Anwaltskosten beschlossen wurden", anwesend gewesen zu sein und auch zugestimmt zu haben. Und weiter: "Wenn es diesbezüglich beim DAÖ Gedächtnislücken zu füllen gibt, helfen wir gerne dabei auf die Sprünge. Die FPÖ wünscht noch einen schönen Tag in der DAÖ-Parallelwelt."

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