22. Dezember 2018 14:48

Politik

Iranische Revolutionswächter starteten Manöver am Golf

Einen Tag nach dem Einlaufen des US-Flugzeugträgers "John C. Stennis" in den Golf haben die iranischen Revolutionswächter am Samstag mit einem großen Manöver in dem Gebiet begonnen. Das Staatsfernsehen zeigte Landeübungen auf der Felsinsel Qeshm am Eingang zum Golf. Dabei wurden Schiffe, Hubschrauber, Drohnen, Raketenwerfer und Stoßtrupps eingesetzt.

Der Chef der Revolutionswächter, General Mohammad Ali Jafari, griff zu deutlichen Worten. Diese Übungen würden den Feinden hoffentlich vor Augen führen, "wie vernichtend unsere Antwort auf jedwede Aktion von ihnen wäre", zitierte ihn die amtliche Nachrichtenagentur IRNA.

Qeshm ist die größte Insel im Golf und liegt nahe der Meerenge von Hormuz, durch die ein Drittel des weltweit verschifften Öls transportiert wird. Der Iran hat damit gedroht, den Öltransport durch das Nadelöhr zu stören, sollten die USA im Zuge ihrer verschärften Sanktionen nach dem Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran die Ölexporte der Islamischen Republik zum Erliegen bringen.

Der US-Flugzeugträger war am Freitag in den Golf eingefahren. Er wurde dabei von Schnellbooten der Revolutionswächter beschattet. Reuters-Beobachter sahen zudem eine iranische Drohne, die in der Nähe des Flottenverbands vorbeiflog. Nach Angaben einer Sprecherin der US-Marine feuerten Schnellboote auch Raketen ab, allerdings nicht in Richtung der US-Schiffe. Dies sei wohl im Rahmen des Manövers geschehen, sagte die Sprecherin.

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