27. Dezember 2019 22:03

Politik

IS reklamierte Anschlag in Burkina Faso für sich

Die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) hat den Anschlag auf ein Militärlager in Burkina Faso mit sieben toten Soldaten vom Dienstag für sich reklamiert. Wie das auf die Überwachung extremistischer Websites spezialisierte US-Unternehmen Site berichtete, bekannte sich der IS jedoch nicht zu einem Anschlag am selben Tag in der nahegelegenen Stadt Arbinda mit 35 zivilen Todesopfern.

Das Militär hatte erklärt, eine "große Zahl an Terroristen" habe zeitgleich den Angriff auf das Militärlager und auf die Zivilbevölkerung in Arbinda verübt. Soldaten und Polizisten hätten die Attacke mit Unterstützung der Luftwaffe nach stundenlangen Kämpfen schließlich abgewehrt.

Der westafrikanische IS-Ableger Iswap veröffentlichte laut Site nun ein Bekennerschreiben in arabischer Sprache, wonach sich die intensiven Kämpfe über Stunden hinzogen. "Sieben Elemente" der Armee Burkina Fasos seien getötet worden.

In Burkina Faso ist es selten, dass Gruppierungen die Verantwortung für Angriffe übernehmen. In dem westafrikanischen Land sind Gruppierungen aktiv, die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida und dem IS verbunden sind. Ihnen werden viele Attacken zugeschrieben.

Bis 2015 war Burkina Faso von der extremistischen Gewalt, welche die Nachbarländer Mali und Niger trifft, weitgehend verschont geblieben. Seither haben Jihadisten jedoch zunehmend begonnen, das Land zu infiltrieren. Etwa 750 Menschen wurden nach einer AFP-Zählung in den vergangenen vier Jahren durch jihadistische Angriffe getötet.

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