2. November 2019 17:58

Politik

Italienisches Frachtschiff rettete 200 Migranten vor Libyen

Das italienische Frachtschiff "Asso Trenta" hat in der Nacht auf Samstag 200 Migranten gerettet. Die von Libyen abgefahrenen Menschen wurden in internationalen Gewässern in Sicherheit gebracht, wie die Hilfsorganisation "Alarm Phone" berichtete. Die italienischen Behörden seien informiert worden. In Süditalien wird indes am Sonntag das deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" mit 88 Migranten anlegen.

"Diese Migranten flüchten aus Libyen und können nicht mehr dorthin zurückkehren. Sie müssen nach Europa gebracht werden", twitterte die Organisation. Die "Asso Trenta" befinde sich zurzeit vor der Küste von Tripolis.

Im Mittelmeer verkehrende Frachtschiffe haben seit 2014 84.000 Migranten gerettet, wie der Verband der italienischen Reedereien am Donnerstag berichtete. Er forderte von der Regierung in Rom Klarheit bei der Anwendung italienischer und internationaler Regeln in Sachen Rettungspflicht im Meer. Am häufigsten seien seit 2014 italienische Frachtschiffe bei der Migrantenrettung zum Einsatz gekommen.

9.648 Migranten sind seit Anfang 2019 in Italien eingetroffen. 2018 waren es noch 22.031 und 2017 111.401 gewesen. In diesem Jahr sei die Zahl der Ankünfte von Asylwerbern gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018 um 56 Prozent zurückgegangen, teilte das Innenministerium in Rom mit.

Das italienische Innenministerium hat inzwischen die Genehmigung für die Landung des deutschen Rettungsschiffes "Alan Kurdi" mit 88 Migranten an Bord im süditalienischen Taranto erteilt. Das Schiff soll am Sonntag im Hafen Tarantos einlaufen. Italien hatte eine Einigung mit anderen EU-Mitgliedsstaaten zur Umverteilung der Migranten an Bord der "Alan Kurdi" erreicht. Deutschland und Frankreich werden 60 Migranten aufnehmen, weitere fünf Personen sollen nach Portugal gehen, zwei nach Irland, wie das Innenministerium in Rom mitteilte.

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