13. März 2020 13:41

Politik

Karfreitag: Entscheidung für Chalupka "schmerzlich"

Der evangelisch-lutherische Bischof Michael Chalupka spricht angesichts der Beibehaltung der Karfreitags-Regelung von einem "schmerzlichen" Urteil. An Politik und Sozialpartner appellierte Chalupka am Freitag, eine Lösung zu finden. Außerdem hatte die Kirche bereits am Donnerstagabend angekündigt, über das Arbeits- und Sozialgericht erneut an den Verfassungsgerichtshof herantreten zu wollen.

Der Verfassungsgerichtshof hatte am Donnerstag entschieden, dass der Karfreitag - wie von ÖVP und FPÖ vor einem Jahr beschlossen - auch für Protestanten ein Arbeitstag bleibt. Gläubige, die sich am höchsten protestantischen Feiertag freinehmen wollen, müssen daher einen Urlaubstag nehmen. Einziges Zugeständnis bleibt, dass der Arbeitgeber den Urlaub - sofern er rechtzeitig angemeldet wird - nicht ablehnen darf.

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Die Verfassungsrichter hatten die Beschwerde mehrere Kirchen gegen die türkis-blaue Karfreitagsregelung zurückgewiesen, weil die Kirchen nicht klagsberechtigt sind. Die evangelische Kirche will die Causa daher nun mit einem einzelnen Arbeitnehmer erneut vor das Verfassungsgericht bringen. Er soll beim Arbeits- und Sozialgericht sein Recht auf einen Feiertag einklagen. Sollte das Gericht die Klage abweisen, hofft die Kirche auf einen Gesetzesprüfungsantrag beim VfGH.

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