5. Januar 2020 20:37

Politik

Kenia: Jihadisten töten drei Mitarbeiter des US-Militärs

Bei einem Angriff der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab in Kenia sind ein US-Soldat und zwei private Mitarbeiter des US-Militärs getötet worden. Zudem wurden bei der Attacke auf einen Flugplatz in Kenia, der auch vom US-Militär als Stützpunkt genutzt wird, zwei Soldaten verletzt, wie am Sonntag die für Afrika-Einsätze zuständige Kommandozentrale der US-Streitkräfte (Africom) erklärte.

Das US-Militär werde die für den Angriff verantwortlichen Terroristen der somalischen Terrorgruppe zur Strecke bringen, erklärte General Stephen Townsend. Al-Shabaab bekannte sich zu dem Angriff auf den Flugplatz Manda Bay nahe der kenianischen Insel Lamu.

Die Extremistengruppe erklärte, ein "Trupp Elitesoldaten" der "Märtyrerbrigade" habe eine Basis des "amerikanischen Kreuzzugs gegen den Islam" angegriffen. Sie veröffentlichte ein Foto eines brennenden Kleinflugzeuges.

Die US-Kommandozentrale für Einsätze in Afrika (Africom) erklärte, Al-Shabaab übertreibe und suche mit Lügen falsche Schlagzeilen. Allerdings sprachen US-Vertreter auch von beschädigter Infrastruktur und Ausrüstung. In Manda Bay bildet das US-Militär afrikanische Soldaten im Kampf gegen islamistische Terrorgruppen aus.

Die sunnitischen Fundamentalisten von Al-Shabaab kämpfen seit Jahren in Somalia um die Vorherrschaft und verüben immer wieder Angriffe. Seit 2011 unterstützen die kenianischen Streitkräfte dort den Kampf gegen Al-Shabaab. Seitdem kommt es auch im Nachbarland Kenia immer wieder zu Anschlägen. Anfang 2019 griffen Al-Shabaab-Kämpfer einen Hotelkomplex in der kenianischen Hauptstadt Nairobi an und töteten mehr als 20 Menschen. Die Gruppe rekrutiert auch Kämpfer in Kenia, vor allem an der Küste.

© APA
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