29. Januar 2020 12:26

Sport

Kitz-Sieger Mayer fehlt in Garmisch wegen Grippe

Beim Gratulations- und Feierslalom nach dem Kitzbühel-Abfahrts-Triumph hat sich Matthias Mayer einen grippalen Infekt eingefangen und daher für die Weltcup-Rennen der alpinen Ski-Herren am Wochenende in Garmisch-Partenkirchen abgesagt. Der Österreichische Skiverband (ÖSV) muss damit auf der Kandahar seinen aktuell stärksten Speed-Fahrer vorgeben.

"Heute habe ich leider schlechte Nachrichten für euch. Ich habe mir während der sehr anstrengenden letzten Wochen eine schwere Grippe eingefangen. Nach intensiven Gesprächen mit meinen Ärzten sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass es für mich besser ist, wenn ich diese Woche keinen Sport mache", schrieb Mayer auf Instagram.

Mayer gewann zuletzt bei den Hahnenkammrennen die Abfahrt und wurde im Super-G Zweiter. Montagabend musste er bereits einen geplanten Auftritt in der Sendung "Sport und Talk " auf Servus TV absagen, ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel hatte berichtet, dass Mayer mit 39 Gad Fieber im Bett liege.

Da sich bis Mittwoch keine Besserung abzeichnete und am Donnerstag das erste Training in Garmisch geplant ist, entschied man sich für die vorzeitige Absage. Abfahrt am Samstag und Riesentorlauf am Sonntag werden ohne den Kärntner Doppelolympiasieger in Szene gehen.

Damit muss auch Mayer nach dem Kitz-Abfahrtsieg eine Zwangspause hinnehmen, wie es schon 2014 seinem Landsmann Hannes Reichelt nach dem Streif-Triumph nicht erspart geblieben war. Mayer sollte allerdings bald wieder fit sein, für Reichelt war wegen eines schweren Bandscheibenvorfalls die Saison und die Olympia-Teilnahme damals gelaufen.

Mayer liegt im Abfahrts-Weltcup mit 300 Zählern an der dritten Stelle, es führt der Schweizer Beat Feuz mit 480 vor dem wegen eines Kreuzbandrisses seit Kitzbühel fehlenden Südtirolers Dominik Paris (384). Damit hat Feuz die Chance, im Rennen um die Abfahrtskugel den vorentscheidenden Schritt zu machen. Vincent Kriechmayr ist Vierter (254).

Im Gesamtweltcup führt nach 25 Rennen der Norweger Henrik Kristoffersen mit 841 Zählern vor dem Franzosen Alexis Pinturault (722), seinem Landsmann Aleksander Aamodt Kilde (700) und Mayer (692).

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