23. Oktober 2019 08:06

Chronik

Klagenfurter Wörthersee-Stadion wälzt Wintersport-Pläne

Noch bis Sonntag beheimatet das Klagenfurter Wörthersee-Stadion die Kunstinstallation "For Forest". Danach soll bald wieder der Sport einziehen - aber in anderer Form, als man sich das vielleicht erwartet. Denn wenn es nach Sportpark-Geschäftsführer Gert Unterköfler geht, soll es hier schon heuer eine Langlaufloipe, eine Rodelbahn, einen Eiskletterturm und einen Eislaufplatz geben.

Konkret schweben Unterköfler verschiedene Bereiche vor: "Ums Stadion soll eine Langlaufloipe führen, die auch direkt am Spielfeld im Stadion entlang führt. Die Rampe auf der Westseite des Stadions soll zu einer Rodelbahn umfunktioniert werden. Auf dem Platz davor sind ein paar Stände für die Bewirtung der Besucher geplant und direkt daneben soll ein Eislaufplatz entstehen", bestätigte Unterköfler am Mittwoch auf APA-Anfrage entsprechende Medienberichte über die Pläne. Direkt im Stadion will man auch noch einen Eiskletterturm aufstellen.

In Anlehnung an "For Forest" soll das neue Wintersportland unter dem Titel "For Frozen Fields" laufen, und ebenso wie bei der Kunstinstallation soll damit das Stadion bei freiem Eintritt für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Kosten bezifferte Unterköfler mit rund 130.000 Euro, der Betrag soll über Sponsoren und einen Beitrag des Sportparks aufgestellt werden. "Ich habe die Rückmeldung bekommen, dass sich der KAC dafür interessiert, sich an der Eislauffläche zu beteiligen", so der Geschäftsführer, auch eine Pistenraupe und Schneekanonen bekomme man zur Verfügung gestellt. Die Schneeproduktion erfolge dann mit dem eigenen Grundwasser und Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage.

Ob das Wörthersee-Stadion tatsächlich schon diesen Winter, von Dezember bis Ende Jänner, zum Wintersportland wird, soll in den kommenden zehn Tagen endgültig feststehen. Derzeit gebe es aber durchwegs positive Rückmeldungen, verriet Unterköfler. Sollte das anhalten, werde "For Frozen Fields" jeden Winter veranstaltet werden. Dann müssten nur noch die Temperaturen für die Kunstschneeerzeugung passen.

© APA