27. Januar 2020 13:02

Kultur

Klagenfurts MMKK zeigt ungewöhnliche Blicke auf Landschaften

Das Museum Moderner Kunst Kärnten (MMKK) in Klagenfurt zeigt aktuell die Ausstellung "Bilder einer Landschaft". Bis 12. April sind Werke von zwölf Künstlern, jeweils vier von ihnen stammen aus Österreich, Deutschland und Slowenien, zu sehen. Bei der Schau steht die individuelle Wahrnehmung von Landschaft und ihrer Veränderungen im Fokus.

Neben Gemälden und Grafiken sind auch Plastiken, Fotomontagen und Filme zu sehen. Ein Thema, das sich besonders durch die Arbeiten der deutschen Künstler zieht, ist die Zerstörung der Landschaften durch den Braunkohle-Tagebau. Wie MMKK-Direktorin Christine Wetzlinger-Grundnig bei der Eröffnung der Ausstellung vergangene Woche sagte, sei Landschaft nicht nur eine Frage der Definition, sondern auch eine Frage der Wahrnehmung. Für die Ausstellungsbesucher sollen einerseits Problematiken sichtbar gemacht werden, andererseits sollen Übergänge von Landschaft, Kultur und Gesellschaft unterstrichen werden.

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stiftung für das sorbische Volk mit insgesamt vier Museen in Deutschland, Slowenien und Kärnten. Bei den Sorben handelt es sich um eine westslawische Volksgruppe in Ostdeutschland. "Bilder einer Landschaft" war bereits im Sorbischen Museum Bautzen und im Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Koroska in Slovenj Gradec zu sehen. Nach dem MMKK wird die Schau ins Wendische Museum in Cottbus verlegt, wo sie von 5. Juni bis 13. September 2020 Station macht.

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