12. November 2019 09:39

Kultur

Kunsthalle Wien zeigt "Materialpakete" von Andreas Fogarasi

Anhand von neu entstandenen Skulpturen, widmet sich Andreas Fogarasi in der Kunsthalle Wien am Karlsplatz der "Umbruchs- und Veränderungsdynamik von Stadtlandschaften". In der Ausstellung "Nine Buildings, Stripped", die am Abend eröffnet, präsentiert der Künstler schlichte "Materialpakete" aus originalen Oberflächenfragmenten nicht mehr existierender Gebäude oder Teilen der Nachfolgebauten.

Als Materialien dienen dem 1977 in Wien geborenen Künstler unter anderem Fassadenverkleidungen, Bodenfliesen, Fenster- und Türelemente. "Radikal abstrahiert auf Materialität, Farbigkeit und Haptik, verbinden sich diese zu zeitübergreifenden Porträts der jeweiligen urbanen Situationen", heißt es in den Presseunterlagen zu der von Maximilian Geymüller kuratierten Schau, die bis zum 2. Februar 2020 zu sehen ist.

Die Auswahl der Abriss- und Umbauobjekte ist breit, die Materialpakete stammen aus unterschiedlichen Zusammenhängen, wurden aber großteils in der Zeit zwischen den 1950er und 1980er Jahren realisiert. Unter den Wiener Referenzbauten finden sich unter anderem eine Sammelanlage der kommunalen Abfallentsorgung, deren 67 Meter hohe, silberfarbene Zeltdachkonstruktion über Jahrzehnte das nördliche Stadtbild akzentuierte, oder das von Carl Appel in den 1970er Jahren errichtete Hauptgebäude der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft an der Wiedner Hauptstraße. Gleich zwei Arbeiten sind dem vor rund zehn Jahren abgerissenen Wiener Südbahnhof gewidmet.

Programmiert wurde die Ausstellung noch von Nicolaus Schafhausen, dessen Nachfolgerinnen Ivet Curlin, Sabina Sabolovic und Natasa Ilic vom Zagreber Kollektiv "What, How & for Whom" ihre erste Schau am 8. März in der Kunsthalle im Museumsquartier präsentieren.

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