11. März 2020 08:38

Chronik

Leichter Rückgang der Influenza in Österreich

Die echte Grippe ist in Österreich weiter auf dem Rückzug: In der Vorwoche wurde ein leichter Rückgang der Influenzavirusaktivität verzeichnet, dennoch konnten noch in 41 Prozent der Sentinelproben entsprechende Viren nachgewiesen. 49 Prozent davon waren Influenza B Viren der Victoria Linie. Allein in Wien gab es 10.600 Neuerkrankungen an Grippe und grippalen Infekten.

Das ist ein leichtes Minus gegenüber der Kalenderwoche davor, teilte das Diagnostische Influenza Netzwerk Österreich am Mittwoch mit. Im Vergleich dazu ist die Influenzavirusaktivität in Europa ebenso wie in der Vorwoche weiterhin auf erhöhtem Niveau. Sechs Staaten melden derzeit eine hohe Intensität der Virusaktivität, weitere 14 Länder verzeichnen eine mittlere Intensität, darunter u.a. Österreich, Tschechien, Slowenien und Deutschland.

Beim Sentinel-System wird Patienten mit akuten grippalen Infekten stichprobenartig Nasen-Rachen-Sekret entnommen und dann auf Viren untersucht. Es wurde nach Angaben der AGES in der Saison 1992/93 etabliert: Die virologische Überwachung erfolgt durch das virologische Sentinelsystem DINÖ (Diagnostisches Influenza Netzwerk Österreich), koordiniert vom Nationalen Referenzlabor für Influenzaviren am Zentrum für Virologie an der MedUni Wien. 49 Meldeärzte senden wöchentlich Nasen-Rachen-Abstriche von mutmaßlichen Grippepatienten zur Untersuchung auf Influenza an das Nationale Referenzlabor. Seit 24. Februar wird auch auf das neue Coronavirus getestet, bisher vergeblich.

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