17. März 2020 05:15

Kultur

Literaturhaus Graz startet Corona-Tagebuch-Projekt

Das derzeit für das Publikum geschlossene Literaturhaus Graz startet ein Corona-Tagebuch-Projekt, an dem zahlreiche prominente österreichische Autorinnen und Autoren mitwirken. Ab kommenden Freitag (20.3.) werden die Beiträge jeweils freitags "in redaktionell betreuter Form auf unsere Homepage gestellt", so Literaturhaus-Chef Klaus Kastberger, der das Konzept entwickelt hat, zur APA.

Man habe "basierend auf dem Veranstaltungsprogramm, das wir in den nächsten Wochen im Literaturhaus Graz bringen wollten", Einladungen ausgesprochen, "ab sofort ein Tagebuch über die Auswirkungen des Corona-Virus und die Maßnahmen seiner Bekämpfung auf das alltägliche Leben und den Zustand der Gesellschaft zu führen", erzählt Kastberger. Mit dabei sind u.a. Bettina Balaka, Bachmann-Preisträgerin Birgit Birnbacher, Nava Ebrahimi, Valerie Fritsch, Monika Helfer, Kathrin Röggla, Thomas Stangl, Michael Stavaric, Philipp Weiß, Daniel Wisser sowie die Newcomer Helena Adler und Benjamin Quaderer.

"Für Autorinnen und Autoren bedeuten die derzeitig notwendig gewordenen Veranstaltungsabsagen oft drastische Einschnitte. Vor allem dann, wenn sie aktuelle Bücher in den Frühjahrsprogrammen haben. Auch die Reflexionskraft der Literatur aber werden wir brauchen, um die Auswirkungen der derzeitigen Maßnahmen auf die ganze Zukunft unserer Gesellschaft zu verstehen", meint Klaus Kastberger, der auch Juror des Bachmann-Preises ist. "Ob die Leute jetzt mehr lesen? Ich glaub schon. Ich jedenfalls setze mich hin und nutze die Zeit, dir mir geschenkt wurde."

© APA
2019 © PULS 4 TV GmbH & Co KG | IMPRESSUM | DATENSCHUTZ