4. März 2020 20:47

Chronik

Lkw durchbrach Mittelleitwand auf S5 in Niederösterreich

Ein Verkehrsunfall hat am Mittwoch für kilometerlangen Stau auf der Stockerauer Schnellstraße (S5) gesorgt. Ein Lkw war bei Tulln nach einem Reifenplatzer gegen die Mittelleitwand gekracht. Wegfliegende Betonteile durchschlugen Scheiben zweier Pkw und verletzten einen Lenker sowie eine Autofahrerin schwer, berichtete die Polizei. Die S5 war bis in die Abendstunden gesperrt.

Der linke Vorderreifen des Lkw platzte gegen 13.00 Uhr. Der von einem 40-jährigen Tschechen gelenkte Sattelzug wurde gegen die Mittelleitwand aus Beton und danach wieder retour auf die Richtungsfahrbahn Krems geschleudert. Anschließend kippte das Kfz nach Polizeiangaben um und blieb auf der Beifahrerseite liegen.

Teile der Leitwand durchschlugen die Windschutzscheibe des Wagens einer 35-Jährigen sowie das Fenster der Fahrertür des Autos eines 65-Jährigen. Beide Personen waren in Richtung Stockerau unterwegs. Während die Frau per Notarzthubschrauber in das AKH nach Wien geflogen wurde, wurde der Mann aus dem Bezirk Tulln in das Universitätsklinikum St. Pölten eingeliefert. Der dreijährige Sohn der verletzten Lenkerin überstand den Unfall so wie die Lebensgefährtin des 65-Jährigen ohne Blessuren.

Von Betonteilen beschädigt wurden auch zwei weitere Pkw, berichtete die Landespolizeidirektion Niederösterreich. Der Sattelzug hatte nach Angaben der Stadtfeuerwehr Tulln Getreide geladen. Mehrere Tonnen davon verteilten sich auf der Fahrbahn.

Die S5 war in beiden Fahrtrichtungen bis kurz vor 18.30 Uhr gesperrt. Dann wurde jeweils wieder eine Spur für den Verkehr geöffnet. Die Arbeiten zum Schließen des Mittelstreifens mit einer neuen Betonleitwand werden noch bis in die Nacht dauern, hieß es seitens der Asfinag.

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