12. März 2020 08:17

Kultur

"Lohengrin"-Premiere in Barcelona verschoben

Auch die Chefin der Bayreuther Festspiele, Katharina Wagner, bekommt die Auswirkungen des neuartigen Coronavirus zu spüren. Die Premiere ihrer "Lohengrin"-Inszenierung in Barcelona kann nicht wie geplant am Donnerstag kommender Woche stattfinden, wie das Gran Teatre del Liceu mitteilte. Das Theater stellt seinen künstlerischen Betrieb bis zum 26. März ein.

Die Urenkelin von Richard Wagner wollte den "Lohengrin" ihres Urgroßvaters in Barcelona ursprünglich am 19. März mit Klaus Florian Vogt in der Titelrolle auf die Bühne bringen. Erin Wall sollte die Elsa von Brabant singen und Evelyn Herlitzius deren Gegenspielerin Ortrud.

Für Katharina Wagner ist es nicht die erste "Lohengrin"-Inszenierung. 2004 brachte sie die Oper in Budapest auf die Bühne. In Bayreuth wird in diesem Jahr keine Interpretation der Chefin persönlich zu sehen sein. Ihre "Tristan und Isolde"-Inszenierung aus dem Jahr 2015 stand 2019 zum letzten Mal auf dem Spielplan. Es ist ihre bisher einzige Produktion als Festspiel-Chefin. Ihr Bayreuth-Debüt als Regisseurin gab sie 2007 noch unter der Intendanz ihres Vaters Wolfgang Wagner mit den "Meistersingern von Nürnberg".

Vor der Premiere ihrer "Tristan"-Inszenierung hatte sie eingeräumt, der Druck auf sie sei massiv gewesen. Das sei aber nicht der Grund dafür, dass sie ihren "Lohengrin" nun rund 1.500 Kilometer von Bayreuth entfernt auf die Bühne bringe. "Das kann man so nicht sagen. In Bayreuth zu inszenieren, ist auch sehr schön", sagte sie. "Irgendwann wird sicherlich mal wieder etwas kommen - jetzt sollen erstmal andere ran."

Wagners neuer "Lohengrin" soll allerdings nicht nur in Spanien zu sehen sein - sondern auch in Leipzig. Für den 7. November ist dort die erste Aufführung geplant.

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