26. Oktober 2019 09:04

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Mario Adorf sieht Ende des Lebens gelassen entgegen

Schauspieler Mario Adorf sieht dem Ende des Lebens gelassen entgegen. "Ich hoffe mal, mir bei diesem Thema die Gelassenheit zu bewahren, die mir schon früh in meinem Leben nachgesagt worden ist", sagte Adorf dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Ich möchte das Sterben so akzeptieren, wie es mir widerfährt", erklärte der 89-Jährige.

Noch geht es Adorf, der sich mit Rollen wie der des Alfred Matzerath in "Die Blechtrommel" oder der des skrupellosen Klebstofffabrikanten Heinrich Haffenloher in "Kir Royal" (berühmtester Satz: "Ich scheiß dich so was von zu mit meinem Jeld") in die allererste Schauspiel-Riege Deutschlands mimte, sichtlich gut. Ein Dokumentarfilm über sein Leben zeigt den 89-jährigen aktuell etwa dabei, wie er mit Leichtigkeit eine Dose am Strand herumkickt.

Die Stimmung im Hause Adorf scheint ebenfalls gut zu sein: Gelegentlich singe er unter der Dusche, sagte Adorf dem RND. Nach dem Aufstehen sei er in der Regel "gut gelaunt und optimistisch" - obwohl er nicht damit rechnet, dass es nach dem Leben irgendwie weitergeht. "Es wäre mir allerdings lieber, wenn ich das anders sehen könnte. Es würde den Gedanken ans Sterben sicher erleichtern, wenn man die Gewissheit hätte, dass es ein Danach gibt."

Mit seiner Abschiedstournee "Zugabe" hat sich Adorf in diesem Jahr von der Bühne verabschiedet. Am 7. November startet Dominik Wesselys Dokumentarfilm "Es hätte schlimmer kommen können" in den Kinos, der auf Adorfs Leben und Karriere zurückschaut.

© APA