26. November 2019 19:00

Chronik

Mehr als 40 Tote durch Unwetter und Erdrutsche in Kinshasa

Nach sintflutartigen Regenfällen sind in der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo mindestens 41 Menschen durch Überschwemmungen und Erdrutsche ums Leben gekommen. Die Schäden in Kinshasa seien enorm, sagte der Vize-Gouverneur der Stadt, Neron Mbungu, am Dienstag. Am stärksten betroffen waren einige höher gelegene einfache Viertel der Zehn-Millionen-Einwohner-Stadt.

Vor allem im Stadtteil Lemba gab es nach Angaben des Radiosenders Top Congo eine Reihe von Erdrutschen, die Häuser unter sich begruben. Dort starben mindestens 15 Menschen. Eine Brücke zwischen den Stadtteilen Lemba und Ngaba stürzte ein, wie der Vize-Gouverneur weiter mitteilte. Eine weitere Brücke wurde im Bezirk Kisenso zerstört.

In einer Schnellstraße in Lemba klaffte ein zehn Meter tiefes und 20 Meter breites Loch. Nach Angaben des Bürgermeisters des Viertels, Jean Nsaka, gab ein Entwässerungsgraben dem Druck der Wassermassen nach, wodurch ein Teil der Fahrbahn weggerissen wurde. "Mehr als 300 Häuser wurden überflutet. Viele Häuser wurden zerstört", sagte Nsaka. Unter den Todesopfern sei auch ein Kind, das einen Stromschlag erlitten habe.

Auch in anderen Landesteilen verursachten die starken Regenfälle Schäden. Sieben Menschen starben in der östlichen Provinz Süd-Kivu, wie der Lokalpolitiker Seth Wenga mitteilte. Einige seien von den Wassermassen fortgerissen, andere durch Erdrutsche verschüttet worden. Im Nordwesten der Demokratischen Republik Kongo wurden seit Ende Oktober tausende Menschen Opfer von Überschwemmungen am Ufer des Kongo und seinen Nebenarmen.

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