29. Oktober 2019 07:23

Politik

Mindestens 20 Soldaten in Nordafghanistan getötet

Bei einem Überfall militant-islamistischer Taliban auf eine Militärbasis in der nordafghanischen Provinz Jowzjan sind mindestens 20 Soldaten getötet worden. Weitere mindestens zwei Militärs seien bei dem Vorfall in der Nacht auf Dienstag verschwunden, sagte der Provinzrat Abdul Hai Hayat.

Möglicherweise hätten diese den Taliban bei ihrem Angriff geholfen, sagte Hayat weiter. Nach dem Überfall seien Ausrüstung zerstört und die Basis im Bezirk Aktshah angezündet worden.

In den vergangenen Monaten hatte sich die Sicherheitslage in der Provinz, die an Turkmenistan grenzt, zunehmend verschlechtert. In allen Bezirken der Provinz seien Taliban aktiv, sagen lokale Behördenvertreter. In den vergangenen vier Monaten alleine seien zwei Bezirke an die Taliban gefallen, erst Kushtepa und vor rund drei Wochen Darsab.

Gespräche der USA mit den Taliban über Wege zu Frieden hatte US-Präsident Donald Trump Anfang September kurz vor einer möglichen Einigung überraschend abgebrochen. Mittlerweile mehren sich die Anzeichen, dass diese wieder aufgenommen werden könnten. Der US-Sondergesandte für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, traf in den vergangenen eineinhalb Wochen Politiker in Brüssel, Moskau, Kabul und Islamabad, um zu erörtern, wie ein beschleunigter Friedensprozess in Afghanistan unterstützt werden könne.

© APA