4. März 2020 04:12

Chronik

Mindestens 25 Tote durch Tornados im US-Staat Tennessee

Bei heftigen Tornados im US-Bundesstaat Tennessee sind mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Die Suche nach Vermissten dauere noch an, teilte die Katastrophenschutzbehörde von Tennessee am Dienstag mit. Die Wirbelstürme waren in der Nacht auf Dienstag über den Bundesstaat im Südosten der USA hinweggefegt. US-Präsident Donald Trump kündigte an, die betroffenen Gebiete zu besuchen.

"Das ist ein tragischer Tag in unserem Staat", sagte der Gouverneur von Tennessee, Bill Lee, am Dienstag in Nashville. "Die Zerstörung ist herzzerreißend." 25 Todesopfer seien inzwischen bestätigt worden. Die Zahl der Verletzten war zunächst unklar. Der lokale Katastrophenschutz erklärte, bei rund 70.000 Menschen in der Stadt Nashville und in angrenzenden Gebieten sei der Strom ausgefallen.

US-Präsident Donald Trump sagte, die ganze Nation trauere nach dem "sehr schrecklichen" und "teuflischen" Tornado mit den Betroffenen. Er kündigte an, das Katastrophengebiet in dem südöstlichen Bundesstaat am Freitag zu besuchen. Die Regierung werde auch beim Wiederaufbau helfen, versprach er. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, erklärte, sie danke den Einsatzkräften und bete für jene Menschen, die noch vermisst würden.

Unter den Todesopfern waren nach Polizeiangaben zwei Menschen, die in der Hauptstadt Nashville von einstürzenden Wänden erschlagen wurden. Nach Angaben des Bürgermeisters von Nashville, John Cooper, wurden in der Stadt 150 Menschen in Krankenhäuser gebracht. 48 Gebäude stürzten demnach ein.

Im Fernsehen waren auch Aufnahmen von beschädigten Brücken und Straßen zu sehen. Der Sender ABC veröffentlichte ein Video, auf dem dutzende kollidierte Flugzeuge auf dem Flughafen von Nashville zu sehen waren. Auch zahlreiche zerstörte Autos waren in dem Video zu sehen.

Bewohner von Nashville, der Hauptstadt der Country-Musik in den USA, beschrieben dramatische Szenen, als der Sturm einsetzte. "Suchen Sie sich jetzt Schutz! Dies ist ein sehr gefährlicher Sturm!", schrieb der nationale Wetterdienst auf Twitter.

Tennessee ist einer der 14 Bundesstaaten, an dem an diesem Dienstag die Vorwahlen der US-Demokraten stattfinden. Nach Angaben des Bürgermeisters von Nashville gab es an 15 Wahllokalen Schäden durch den Sturm. Dies entspreche weniger als zehn Prozent aller Wahllokale. Am späten Nachmittag genehmigte ein Richter, dass die Wahllokale länger offenbleiben dürfen, und zwar teilweise sogar bis 22.00 Uhr Ortszeit (05.00 Uhr MEZ).

Die Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur äußerten sich erschüttert über die großen Schäden durch die Tornados. "Wir haben die Nachrichten aus Tennessee mit großer Trauer verfolgt", schrieb der New Yorker Ex-Bürgermeister Michael Bloomberg auf Twitter. Die Senatorin von Massachussetts, Elizabeth Warren, erklärte, sie sei "zutiefst betrübt" über die Opfer der Stürme.

Der Südosten der USA wird immer wieder von heftigen Stürmen heimgesucht. Vor genau einem Jahr kamen bei mehreren schweren Tornados im südlich von Tennessee gelegenen Bundesstaat Alabama 23 Menschen ums Leben.

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