8. Januar 2020 10:09

Politik

Mindestens vier Tote durch Bombenexplosion in Mogadischu

Bei der Explosion einer Autobombe in der Nähe des somalischen Parlaments in Mogadischu sind am Mittwoch mindestens vier Menschen getötet worden. Mehr als zehn Menschen wurden nach Angaben der somalischen Polizei verletzt. Die radikalislamische Shabaab-Miliz (Shebab) reklamierte den Angriff an einem Kontrollpunkt nahe des Parlamentsgebäudes für sich.

Sicherheitskräfte vermuteten, dass der Selbstmordattentäter die Autobombe zur Explosion brachte, "nachdem er den Kontrollpunkt nicht passieren konnte", sagte der Polizist Adan Abdullahi den Medien. Zur Zeit der Explosion "waren noch andere Fahrzeuge in der Schlange, die auf die Sicherheitskontrolle an der Straßensperre warteten". Augenzeugen zufolge stand eine Reihe von Fahrzeugen in Flammen. Es sei Chaos ausgebrochen.

Mogadischu ist häufig Angriffsziel der Shabaab-Miliz, die seit mehr als einem Jahrzehnt gegen die somalische Regierung kämpft. Erst am 28. Dezember hatten die Jihadisten einen Autobombenanschlag in der Hauptstadt verübt, bei dem mehr als 80 Menschen starben. Am Sonntag waren zudem bei einem Angriff der Shabaab-Miliz auf eine US-kenianische Militärbasis im Südosten Kenias nahe der somalischen Grenze drei US-Bürger getötet.

Die Shabaab-Miliz soll über 5.000 bis 9.000 Kämpfer verfügen, ihr Anführer ist seit 2014 Ahmed Umar Dirieh alias "Abu Ubaida". Seit 2012 ist sie offiziell mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbunden; eine kleine Splittergruppe schloss sich vor kurzem der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) an.

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