26. November 2018 18:56

Politik

Nach Unruhen an der US-Grenze schiebt Mexiko 98 Migranten ab

Nach den Unruhen an der Grenze zu den USA will Mexiko Dutzende mittelamerikanische Migranten abschieben. 98 Menschen seien in Haft und würden abgeschoben, sagte der Leiter der mexikanischen Migrationsbehörde, Gerardo Garcia Benavente, dem Fernsehsender Televisa am Montag. Der Großteil der nun festgenommenen Migranten komme aus Honduras.

Hunderte Migranten hatten am Sonntag in der mexikanischen Grenzstadt Tijuana versucht, illegal die Grenze zu den USA zu überqueren. Auf der US-Seite waren nach Angaben der US-Grenzschutzbehörde im Grenzabschnitt rund um San Diego 42 Migranten festgenommen worden.

Nach einer zunächst friedlichen Demonstration hatten sich Hunderte Teilnehmer aus dem Marsch abgesetzt, um die Grenze zu überwinden. Unter ihnen waren auch Frauen mit Kindern. Die mexikanische Polizei konnte die Menge nicht aufhalten. Die Migranten kletterten über eine Metallbarriere an der Grenze, woraufhin die US-Sicherheitskräfte Tränengas einsetzten. Als Reaktion auf die chaotische Lage schlossen die US-Sicherheitskräfte zeitweise den Grenzübergang zwischen Tijuana und der südkalifornischen Metropole San Diego.

In Mexiko sind nach Angaben des Innenministeriums derzeit rund 8.200 Menschen aus Mittelamerika unterwegs. Rund 7.400 von ihnen befanden sich zuletzt in Mexicali und Tijuana. Die meisten stammen aus Honduras, El Salvador und Guatemala. Sie fliehen vor Gewalt, Elend und wirtschaftlicher Not und hoffen auf Asyl in den USA.

Mexiko darf theoretisch alle Migranten abschieben, die ohne Einreiseerlaubnis im Land sind. Der Großteil der Migranten-Gruppen hatte die Grenze zwischen Mexiko und Guatemala ohne die nötigen Papiere überquert.

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