7. Januar 2020 16:48

Politik

Nationalrat: Maurer statt Kogler Klubchefin der Grünen

Die "Transformation vom Oppositionsklub zum Regierungsklub" sieht die neue Grünen-Klubobfrau Sigrid Maurer als erste große Aufgabe. Sie wurde Dienstag zur Nachfolgerin des kurz davor angelobten Vizekanzlers Werner Kogler gewählt - als einzige verbliebene Grüne, die schon Nationalratserfahrung hat. Sie ist sicher, dass der sonst aus Neuen bestehende Klub "schlagkräftig und gut" agieren wird.

Immerhin Erfahrung aus dem Bundesrat kann ihre Stellvertreterin, Ewa Ernst-Dziedzic, einbringen. Und Ex-Landesrätin Astrid Rössler hat schon Salzburg den Wechsel von der Opposition in die Regierung erlebt. Dritter Stellvertreter ist der Oststeirer Jakob Schwarz. Er übernimmt überdies die Funktion des geschäftsführenden Parlamentariers.

Maurer wird auch - wie es bei den anderen Parteien üblich war - als Klubobfrau an der Ministerrats-Koordinierung teilnehmen. Dafür braucht sie eine gute Gesprächsbasis zum ÖVP-Klubchef August Wöginger. Und eine solche - sogar eine "sehr gute" - habe sie mittlerweile, nach bereits intensivem Kontakt in den Verhandlungen, sagte die 34-jährige Tirolerin am Dienstag bei der Präsentation.

Nicht nur die neue Klubführung, auch die Nachrücker auf den freigewordenen Mandaten wurden in der Klubsitzung fixiert. Koglers Mandat geht an die Studentin Heike Grebien, die sich im Women*s Action Forum engagiert. Alma Zadics Wechsel ins Justizministerium verhilft - über die Bundesliste - Rechtsanwalt Georg Bürstmayr zu Parlaments-Ehren. Leonore Gewesslers Linzer Mandat bekommt ebenfalls eine Rechtsanwältin, Agnes Sirkka-Prammer. Am anderen oberösterreichischen Mandat rückt der Bauernvertreter Clemens Stammler nach - weil Stefan Kaineder statt Sozialminister Rudi Anschober Landesrat wird.

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