28. Januar 2020 15:05

Kultur

Neue Ausstellung in NS-Gedenkstätte Theresienstadt eröffnet

In der NS-Gedenkstätte Theresienstadt ist am Dienstag eine neue Ausstellung eröffnet worden, die an das Schicksal von mehr als 80.000 Menschen erinnert. Sie waren zwischen 1941 und 1945 aus dem Ghetto in der Festungsstadt in deutsche Vernichtungslager wie Auschwitz und Treblinka verschleppt und umgebracht worden.

In der früheren Stadtwaage, in deren Nähe die Eisenbahngleise endeten, zeugen nun Schautafeln mit Fotografien, Briefen und Tagebucheinträgen von diesen Massentransporten. Die Nationalsozialisten hatten die Garnisonstadt im deutsch besetzten Böhmen 1941 in ein Ghetto und Durchgangslager für Juden umfunktioniert. Theresienstadt (Terezin) liegt rund 50 Kilometer nördlich von Prag im heutigen Tschechien.

Die neue kleine Ausstellung ergänzt eine ganze Reihe bestehender Informationsangebote. Besucher können sich in der früheren Magdeburger Kaserne von der unmenschlichen Unterbringung der Häftlinge überzeugen oder im Ghetto-Museum Kinderzeichnungen der jüngsten Holocaust-Opfer betrachten.

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