1. Januar 2020 11:27

Chronik

Neugeborenes in Graz abgelegt - Polizei forschte Mutter aus

Ein Besucher des Landeskrankenhauses Graz hat am Samstag gegen 19.00 Uhr im Stiegenhaus der Tiefgarage ein neugeborenes Mädchen gefunden. Das Baby lag in Handtücher eingewickelt in einer Sporttasche und schwebte in Lebensgefahr, wie die Ärzte schnell feststellten. Es gelang ihnen, das Neugeborene zu stabilisieren, es dürfte keine körperlichen Schäden davontragen.

Überwachungsvideos aus der Tiefgarage führten die Polizei zur Mutter des Kindes. Die 29-Jährige aus dem Bezirk Deutschlandsberg gab an, die ungeplante Schwangerschaft geheim gehalten zu haben. Ihre Tochter hatte sie am Samstagnachmittag in ihrer Wohnung zur Welt gebracht. In ihrer Verzweiflung habe sie das Neugeborene zur Babyklappe in Graz bringen wollen.

Weil dort zu viel Fußgängerverkehr herrschte und sie fürchtete, bei der Abgabe des Kindes gesehen zu werden, habe sie sich entschlossen, das Kind in der Tiefgarage abzulegen, in der Hoffnung, es werde dort gefunden, so die 29-Jährige. Sie wird nun auf freiem Fuß angezeigt. Die Obsorge des Kindes übernimmt die Jugendwohlfahrtsbehörde.

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