31. Dezember 2018 12:44

Politik

NGOs appellieren an EU-Staaten zur Aufnahme von 49 Migranten

Die beiden deutschen NGOs Sea Watch und Sea Eye, die in den vergangenen Tagen jeweils 32 und 17 Migranten im Mittelmeer gerettet haben, haben einen Appell an die EU-Länder zur Aufnahme der geretteten Flüchtlinge gerichtet. Das Schiff von Sea Watch ist seit zehn Tagen auf See.

"Angesichts der bevorstehenden Verschlechterung der Wetter- und Seebedingungen warten unsere Schiffe noch auf einen sicheren europäischen Hafen, in dem die Migranten landen können", hieß es in einer Presseaussendung der beiden Hilfsorganisationen.

Laut dem Seerecht müsse man die Zeit, die die Geretteten im Meer verbringen müssen, auf ein Minimum reduzieren, so Jan Ribbeck, Missionschef an Bord des Schiffes von Sea Eye. Es sei "unmenschlich und skrupellos", dass kein EU-Land die Verantwortung zur Aufnahme der Migranten übernehme.

Die populistische Regierung in Italien verweigert NGOs generell die Einfahrt in die Häfen des Landes. Auch Malta, Spanien, Deutschland und die Niederlanden weigern sich, die Migranten aufzunehmen.

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