12. März 2020 13:49

Politik

Noch keine Entscheidung über Zentralmatura

Die Entscheidung über eine mögliche Verschiebung der Zentralmatura (5. bis 13. Mai) wegen dem Coronavirus ist noch nicht endgültig gefallen. Das sagte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Entscheidend werde die nächste Woche. "Es ginge sich jetzt noch aus, wenn die Maßnahmen nicht zu lange dauern", meinte der Minister.

Ansonsten sei eine Verschiebung nach hinten natürlich naheliegend. "Es kommt darauf an, wie die Maßnahmen an den Schulen greifen", so Ministeriums-Generalsekretär Martin Netzer. Die Lehrer würden einen speziellen Fokus auf die Maturanten legen - dabei komme es entgegen, dass in den Maturaklassen mittlerweile ohnehin kein neuer Stoff mehr durchgenommen werde.

Planmäßig an den Schulen stattfinden sollen die Präsentationen der vorwissenschaftlichen Arbeiten bzw. Diplomarbeiten. Diese sind ebenfalls ein Teil der neuen Reifeprüfung. Die Schüler stellen dabei vor der Maturakommission ihre Arbeiten vor und beantworten eventuell Fragen dazu. "Die Präsentation soll nur in Kleingruppen stattfinden, unter Wahrung der hygienisch relevanten Vorschriften", so Faßmann.

Grundbotschaft an die Schüler laut dem Minister: "Macht euch keine Sorgen." Außergewöhnliche Situationen würden außergewöhnliche Maßnahmen erfordern. "Ihr werdet den Lernstoff im richtigen Tempo lernen, wir werden auf eine faire Leistungsbeurteilung achten." In Richtung der älteren Schüler meinte er: "Nutzt die Zeit. Meidet große Menschenansammlungen, Discos, Partys."

Volksschulen, AHS-Unterstufen und Neue Mittelschulen (NMS) sind angehalten, einheitliche Übungshefte pro Klasse zu erstellen und mitzugeben. Die Inhalte werden schulautonom festgelegt. Kinder werden im Journaldienst von Lehrern betreut - wie groß diese Gruppen sein werden, ist aber noch nicht klar und werde wohl pro Schule unterschiedlich sein, so Faßmann. Darüber werde man mit den Direktoren aber noch reden.

Schüler müssen die ihnen mitgegebenen Portfolios abarbeiten - entweder in der Betreuung oder daheim. An die Eltern appellierte Faßmann, nur jene Kinder an die Schulen zu bringen, für die keine häusliche Betreuung organisiert werden kann bzw. weil es aufgrund beruflicher Verpflichtungen nicht anders geht. An den Oberstufen ist die Regelung abgesehen von der Betreuung ähnlich - auch diese Schulen bleiben geöffnet, etwa für Schüler, die sich in der Bibliothek Material organisieren müssen.

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Für die Betreuung der Kinder würde ein eingeschränkter Betrieb ausreichen, so Faßmann. Auf Lehrer mit Betreuungspflichten oder Vorerkrankungen werde Rücksicht genommen. Auch dienstrechtlich sehe er keine Probleme: "Es wird keiner so genau auf die Uhr schauen." Er könne sich nicht vorstellen, dass ein Lehrer sagen werde, dass er zu viel eingesetzt werde. "Und es wird kein Dienstvorgesetzter sagen, es ist zu wenig."

Zusätzliche Kosten würden nur eingeschränkt entstehen, betonte Netzer. Das Personal koste genauso viel wie bisher - "wir werden aber sicher höhere Kopierkosten haben".

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