16. Oktober 2019 08:58

Politik

"Ocean Viking" mit 176 Migranten in Süditalien eingetroffen

176 im Mittelmeer gerettete Personen an Bord des Rettungsschiffes "Ocean Viking" sind am Mittwoch im süditalienischen Taranto an Land gegangen. Die Migranten, darunter 33 Minderjährige, wurden in einem sogenannten Hotspot untergebracht. Die EU-Kommission hat sich bereits für die Umverteilung der Geretteten eingeschaltet.

Die "Ocean Viking" hatte die Migranten am Wochenende im Mittelmeer gerettet. 180 Personen, die am Dienstag in maltesischen Gewässern von Schiffen der italienischen Küstenwache und der Polizei an Bord genommen wurden, landeten indes in der Nacht auf Mittwoch auf Lampedusa. Die Menschen befanden sich an Bord eines Schiffes, das 35 Seemeilen südlich von Lampedusa in maltesischen Gewässern in Schwierigkeiten geraten war. Wegen der schlechten Wetterlage beschloss die italienische Küstenwache die Landung der Migranten auf Lampedusa zu genehmigen.

Die Aufnahme und Verteilung von im zentralen Mittelmeer geretteten Migranten in Europa sorgt schon seit langem für Streit. Die Innenminister von Deutschland, Frankreich, Italien und Malta hatten sich Ende September auf einen vorläufigen Verteilungsmechanismus geeinigt. Demnach sollen aus Seenot gerettete und an Land gehende Flüchtlinge künftig innerhalb von vier Wochen auf die teilnehmenden EU-Staaten verteilt werden. Dies soll eine Übergangslösung sein, bis das derzeitige Asylsystem der EU, das sogenannte Dublin-Verfahren, überarbeitet werden kann.

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